Erstellt 05.12.06, 17:20h, aktualisiert 06.12.06, 08:34h
Unter der Bezeichnung „Ein Schiff für Leverkusen“ bauten 20 arbeitslose Jugendliche ab April 2001 eine 13,5 Meter lange und 4,20 Meter breite hochseetaugliche Segelyacht. Dabei wurden sie von Bootsbaumeister Markus Lutze angeleitet. Schirmherren waren das Kolping-Bildungswerk, das Arbeitsamt und der Jobservice Leverkusen. Die Teilnehmer erwarben in dieser Zeit handwerkliche Fertigkeiten unter anderem im Bereich der Stahl- und Holzverarbeitung und waren so optimal auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Eine Maßgabe für die Unterstützung war jedoch, dass das Schiff nach Fertigstellung der Allgemeinheit zur Verfügung stehen sollte. Also wurde 2003 ein Verein gegründet, dessen Gründungsmitglieder allesamt begeisterte Segler waren. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Segelausflüge für sozial schwache und gehandikapte Mitmenschen zu erschwinglichen Preise zu ermöglichen. Damit sich die Kosten für die Gruppen so gering wie möglich halten, wird die Yacht in freien Zeiten außerdem an andere Interessenten verchartert. Für die Sommersaison zwischen Mai und September müssen Privatleute rund 900 Euro für ein verlängertes Wochenende zahlen. Der Platz reicht für zwölf Personen.
Zu der Crew, die für die Pflege und den Erhalt des Schiffes verantwortlich und rund 400 Stunden pro Jahr ehrenamtlich im Einsatz ist, zählen aber nicht nur mehrere Skipper, die an Bord das Sagen haben. Auch andere Mitarbeiter können ihre Erfahrungen und ihr Können einfließen lassen. Alle gemeinsam sorgen dafür, dass das Schiff immer wieder unbeschadet in seinen Heimathafen Stavoren am Ijsselmeer / Holland zurück kommt. Weitere Informationen zum Schiff gibt es im Internet. Fragen beantwortet ebenfalls der Vorsitzende Markus Lutze unter 02171 / 73 40 78. (gkf)
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