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Balkan-Express-Weg mit Geld aus Berlin?

Von HARTMUT ZITZEN, 24.05.07, 16:50h, aktualisiert 25.05.07, 12:53h

Die Idee ist nicht neu. Achim Bartoschek unternimmt einen weiteren Vorstoß, die Trasse des ehemaligen „Balkanexpress“ in einen Rad- und Wanderweg umzuwandeln.

BILD: RALF KRIEGER
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Keine Schienen, keine Schwellen, nur noch Schrott - aber auf der weitgehend zugewucherten Balkanexpress-Trasse zwischen Opladen und Burscheid-Hilgen könnte mit Bundesmitteln ein Rad- und Wanderweg entstehen.
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Keine Schienen, keine Schwellen, nur noch Schrott - aber auf der weitgehend zugewucherten Balkanexpress-Trasse zwischen Opladen und Burscheid-Hilgen könnte mit Bundesmitteln ein Rad- und Wanderweg entstehen.
Die Idee ist nicht neu und an vielen anderen Stellen in ganz Deutschland längst verwirklicht. Jetzt unternimmt Achim Bartoschek aus Steinbüchel einen weiteren Vorstoß, die inzwischen fast zugewucherte Trasse des ehemaligen „Balkanexpress“ in einen Rad- und Wanderweg umzuwandeln. In einem Schreiben an alle Ratsfraktionen der Städte Leverkusen und Burscheid erläutert der leidenschaftliche Bahntrassenradler seine Vorstellungen von dem Projekt. Während in Wermelskirchen ein Teil des alten Bahndamms bereits dem Bau der neuen Ortsumgehung zum Opfer gefallen sei, bestehe im benachbarten Burscheid und in Leverkusen immer noch die Chance, die stillgelegte Strecke wieder auf umweltfreundliche Weise nutzbar zu machen. Ernsthafte Überlegungen dazu seien zuletzt im vergangenen Jahr in einer Diplomarbeit an der Fachhochschule Bochum veröffentlicht worden, in der eine „Historische Bergische Handelsroute“ als mögliches Projekt der „Regionale 2010“ untersucht worden sei.

Trotz großer Zustimmung im Burscheider „Bürger-Barometer“ sei dieser Vorschlag aber nicht ins Programm aufgenommen worden, bedauert Bartoschek. Dabei stehe die Eignung der Trasse als attraktiver, autofreier und steigungsarmer Radweg für den Alltags- wie für den Freizeitverkehr außer Frage. Mehr als 400 Vorbilder bundesweit zeigten zudem, welchen Zuspruch gut gemachte Bahntrassenwege erführen. Beispiele dafür in nächster Nähe seien die „Korkenzieherbahn“ in Solingen oder die „Sambatrasse“ in Wuppertal.

Bequeme Verbindung

Auch der einstige „Balkanexpress“ verleite zu reizvollen Vorstellungen. Dort könnte laut Bartoschek ein stadtteil- und städteverbindender Weg entstehen, auf dem die täglichen Wege zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkauf bequem per Rad zurückgelegt werden könnten. Auch für Wanderer, Jogger und Inline-Skater eröffneten sich neue Ausblicke in die bergische Landschaft. Während sich Bartoscheks Argumentation soweit mit der anderer Befürworter deckt, folgt in seinem Schreiben an die Politiker an dieser Stelle aber ein möglicherweise entscheidender Hinweis. Gescheitert sind alle Pläne nämlich bisher überwiegend an der Finanzierung, für die der Steinbücheler Fahrradaktivist jetzt einen konkreten Vorschlag macht.

Gerade für den Leverkusener Abschnitt gebe es eine bislang noch weitgehend unbekannte Möglichkeit, die die Stadtkasse nicht belaste: Wegen der parallel verlaufenden und nicht mit Radwegen ausgestatteten Bundesstraße 232 könne auf Mittel des Bundesfernstraßenbaus zurückgegriffen werden. Die Förderquote für Planung, Grunderwerb und Bau des Radwegs liege bei 100 Prozent, und auch für Instandhaltung und Verkehrssicherung sei der Bund zuständig.

In den vergangenen Jahren seien so eine ganze Reihe von Bahntrassenwegen finanziert worden, weil der neue Radweg nicht unmittelbar entlang der jeweiligen Bundesstraße verlaufen müsse. Vor diesem Hintergrund fordert Bartoschek die angeschriebenen Fraktionen auf, ihre eigenen Vorstellungen und Einschätzungen zu einer Nutzung des Balkanexpress' als Rad- und Wanderweg zwischen Opladen und Burscheid-Hilgen - eventuell auch weiter bis nach Wermelskirchen und Remscheid-Lennep - darzulegen.

 www.achim-bartoschek.de

 www.bahntrassenradeln.de



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