Von ANA OSTRI´C, 15.02.08, 18:29h, aktualisiert 15.02.08, 18:30h
Wie war das eigentlich damals, als es noch keine Waschmaschinen gab? Was ist denn ein Navigationsgerät? Zwei Fragen, zwei Generationen: Wenn Jung und Alt aufeinander treffen, dann haben sie sich viel zu erzählen. Neugierig aufeinander zugehen, sich zuhören und auch voneinander lernen wollen Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums, der Städtischen Förderschule Pestalozzi und die Bewohner des Seniorenzentrums Haus Rheinpark in Wiesdorf. Deswegen haben sich die drei Einrichtungen im Rahmen des Projekts „Kooperation Unternehmen der Region und Schule“ („Kurs“) zu einer Lernpartnerschaft zusammengeschlossen.
„Kurs“ wird getragen von der Bezirksregierung Köln und den regionalen Industrie- und Handelskammern. Schülern sollen die Möglichkeit bekommen, die Arbeitswelt näher kennen zu lernen und sich praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten. Gefördert werden sollen aber auch soziales Engagement, Teamfähigkeit und das Verständnis für andere Menschen. Am Freitag wurde der Kooperationsvertrag im „Haus Rheinpark“ unterschrieben. Maria Yüksel, Leiterin der Pestalozzischule, berichtete , wie die Idee zur Lernpartnerschaft entstand. Da ihre Eltern in dem vor einem Jahr eröffneten Seniorenheim an der Hauptstraße wohnten, kenne sie das Haus gut. Bei ihren Besuchen habe sie aber festgestellt: „Es fehlt noch etwas. Es fehlen Kontakte nach außen.“ Ihr Vorschlag für eine Lernpartnerschaft mit der Pestalozzischule sei begeistert aufgenommen worden. Auch Manfred Pulm vom Lise-Meitner-Gymnasium war von Beginn an „fasziniert“ von dem ungewöhnlichen Dreierbündnis, auch wenn er sich die praktische Umsetzung anfangs „nur schwer vorstellen konnte“. Die Wiesdorfer Schule arbeitet im Rahmen von „Kurs“ schon mit mehren Unternehmen zusammen, doch habe bislang der soziale Bereich gefehlt. Nun könne die Schule „einen Beitrag leisten zum Miteinander zwischen den Generationen, aber auch zum Miteinander von Jugendlichen verschiedener Schulformen“.
Darauf freuen Schüler wie Senioren. „Wir werden die Bewohner besuchen, uns unterhalten, Spiele spielen“, erzählte Pheline Hoga, die die Stufe elf des Lise-Meitner-Gymnasiums besucht. Heimmitarbeiterin Claudia Kurreck möchte den jungen Menschen vermitteln, wie es sich anfühlt, „wenn man hilflos ist“. Also werden die Schüler auch mal im Rollstuhl Platz nehmen.
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