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Musiker waren nicht zu bremsen

Von FRANK WEIFFEN, 02.03.08, 20:02h

„Jazz am Stein“ überzeugte mit bemerkenswerten Auftritten des schuleigenen Nachwuches. Auch die sechste Auflage zeigte, dass dieses Konzert zurecht eine feste Größe im Jahresplan ist.

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„Jazz am Stein“ überzeugte mit bemerkenswerten Auftritten des schuleigenen Nachwuches.

Da war sie wieder: diese Atmosphäre aus Hitzigkeit und Coolness, wie sie nur der Jazz verbreiten kann. Die Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums: voll. Die Musiker auf der Bühne: nicht zu bremsen. Auch die sechste Auflage des „Jazz am Stein“ zeigte, dass dieses Konzert zurecht eine feste Größe im Jahresplan ist.

Hauptact des Abends war die schuleigene Band „Simply Stone“. Diese trotz ihres jungen Alters reichlich begnadeten Musiker „arbeiteten“ und „schwitzten“ sich im wahrsten Sinne des Wortes durch ihr Repertoire aus Jazz, und Swing, aus entspannten Stücken („Absent“) und jenen Kompositionen, die in einem groovenden Rutsch runtergehen („Boogaloo“). Bandleader Gerald Meier gab sich so, wie er sich immer gibt: Er kam nicht zur Ruhe, feuerte seine Jungs und Mädels zur Hochform an - und konnte erst dann für ein halbes Stündchen verschnaufen, als die Fusion-Band „Audio Effekt“ die Bühne enterte und mit aufreizender Lässigkeit sowie einem stets souveränen Lächeln in den Gesichtern Rock und Jazz mixte.

Den knapp 600 Gästen gefiel das, was ihnen da geboten wurde. Selbst der 10-jährige Malte Maik und sein gleichaltriger Freund Kilian Firtz - beide waren mit ihren Müttern aus Bergisch Gladbach gekommen - sagten hinterher: „Das war echt prima“. Und sie sagten das, obwohl sie doch viel lieber auf die Musik der „Toten Hosen“ stehen...

Indes: Die Qualität der Darbietungen kommt laut „Simply-Stone“-Bassist Michael Dahmen (18) nicht von ungefähr. Bei der „After-Show-Erfrischungslimo“ betonte er: „Das, was hier mit der Band abläuft, ist schon professionell.“ Für ihn sei es immer wieder „unglaublich“, wie heiß Bandleader Meier seine Truppe auf Jazz machen könne. Dabei waren die Musiker von „Simply Stone“ gar nicht einmal der wahre Höhepunkt des Konzertes. Auch „Audio Effekt“ oder das „Sir Duke“-Streichquartett konnten diesen Status trotz mitreißender Darbietungen nicht für sich verbuchen. Höhepunkt an diesem Abend waren vielmehr die Mitglieder des Unterstufenchores. Mit Begeisterung sangen sie zur „Cantaloop“-Melodie „Oh, Mama, ich brauch' Spaghetti und Sauce dazu“ - und brachten das Publikum zum Johlen und Mitsingen. Mit dickem Augenwinkern gaben sie sich gesellschaftskritisch und forderten „Spiel' doch mal wieder mit anderen Kids und stell' die Telespiele aus“ - und bekamen dafür tosenden Applaus.



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