Von Frank Weiffen, 26.10.08, 18:11h, aktualisiert 27.10.08, 09:51h
Das Band-Maskottchen des Abends hieß Petra Drößert. Um ihrem Bruder Christian Steinbach und dessen Band „Divine To The End“ „Beistand“ zu leisten, ließ sie extra Mann und Kinder daheim. Der Plan ging auf: Die Truppe heizte den Fans im „Scala“ mit Metal ein. Steinbach am Mikro wurde es gar so heiß, dass er seinen muskelbepackten Oberkörper aus dem Hemd schälte - und fortan als Blickfang der Nacht über die Bühne sprang. Später schloss er die Schwester in seine Arme. „Hallo, kleiner Bruder“, sagte die und schaute zu Christian hoch. „Gut, dass ich da war: Ihr ward super!“
Punkrock im Café
Die Vielfahrer des Abends hießen „Dogs On Sail“ („Hunde auf Segeltörn“): Die Band um Sänger Jan fuhr mittags mit dem Auto aus dem heimischen St. Pauli nach Leverkusen, um Punkrock im „Jule“-Café zu spielen. „Unser Schlagzeuger Flo kommt hierher, daher kam der Kontakt zustande“, erklärte Jan, der seinen Nachnamen partout nicht verraten wollte. Von der Stadt sahen die Jungs drei Dinge: den Auftrittsort. Das Elternhaus von Flo. Und das Bayer-Kreuz. „Das haben wir sogar gefilmt.“ Und als es soweit war, betrat Jan die Bühne im Schlafanzug, weil: Reisen macht müde.
Müdigkeit hingegen kannte nicht: der Busfahrer der Nacht, David Baron. Stoisch fuhr er Runde um Runde, während hinter ihm die Party tobte und „Backyard Poetry“ ihr Bus-Konzert gaben. Eigentlich sei das nicht seine Musik. „Ich höre lieber Schlager.“ Aber das störe ihn ebenso wenig wie die Lautstärke: „Ich hör' einfach nicht hin.“ Gelassenheit ist eben alles - und eine gute Kontrolleurin wie Sandra Feuerhack: Sie regelte den Ein- und Ausstieg an den Haltestellen und hielt Baron den Weg frei, wenn er sich wieder einmal vom Sitz schwingen und die im hinteren Teil des Busses gezogene Notbremse lösen musste. Bei diesen Ausflügen traf der Busfahrer regelmäßig auf die „Mit-dem-Bus-Fahrende“ Nicole Widera. Von 20 bis 2 Uhr verließ sie den Shuttle nicht einmal. „Weil die Stimmung hier toll ist und Wein und Muffins rumgereicht werden.“
Beim Bierchen blieb hingegen der Irokese des Abends, Björn Schuckart. Den Haarschnitt wortwörtlich auf die Spitze getrieben, stand er mit den Kumpels Kevin Peters und Pascal Schönthier auf der Straße, überlegte welche Band ein Besuch wert sei - und kam zu dem Schluss: „Das Blöde an dieser Nacht ist, dass die Konzerte zeitgleich stattfinden.“ Und doch schafften es Viele, Musik und Essen in Einklang zu bringen - etwa in der Pizzeria, wo die Verköstiger des Abends ihren Dienst taten: Die Brüder Matteo und Pino Colio belegten eine Pizza nach der anderen und wussten: „Heute gehen die scharfen Sachen mit viel Peperoni am besten.“ Klar: Alkohol betäubt die Geschmacksnerven - und der Esser kann sich kulinarisch endlich mal austoben. Musikalisches Austoben war dann beim Auftritt der verrücktesten Band des Abends angesagt, der „Legendary Ghetto Dance Band“: Mit Afro-Perücke und Goldkette spielten sie Rap-, Hip-Hop- und Rock. Und vor der Bühne tanzte die Jugend. Sie tat es bis in den frühen Morgen. Und voller Vorfreude auf die nächste Shuttle-Nacht.
7. Leverkusener Shuttle Nacht
27.10.2008 | 19.31 Uhr | Lemmi
Wir von Likk freuen uns über die große Teilnahme an der Shuttle Nacht am Samstag.
Daher bedanken wir uns bei den um die 1100 Besucher, den Bands…
Großartige Veranstaltungsreihe
27.10.2008 | 11.13 Uhr | zonkadelic
Echt phantastisch was die LIKK da jedes Jahr auf die Beine stellt. Die ständig wachsenden Besucherzahlen sprechen da für sich. Ich hoffe die Shuttle…
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