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Fahrradhelme

Schutz für helle Köpfe

Von Günter Müller, 24.11.08, 16:39h

Oberbürgermeister Ernst Küchler trägt einen, die elfjährige Nike Komes auch: einen Fahrradhelm. Von der Polizei wird die Verkehrsquiz-Gewinnerin mit einem neuen fahrbaren Untersatz belohnt.

Lääve mit Helm
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Gruppenbild mit Gewinnern: Nike Komes (l.) präsentiert den Gutschein über 300 Euro für ein Fahrrad, rechts Polizeidirektor Helmut Simon. (Bild: Britta Berg)
Lääve mit Helm
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Gruppenbild mit Gewinnern: Nike Komes (l.) präsentiert den Gutschein über 300 Euro für ein Fahrrad, rechts Polizeidirektor Helmut Simon. (Bild: Britta Berg)
Leverkusen - Der große Augenblick naht. Die Spannung steigt. Mucksmäuschenstill ist es im Raum E der Polizeiinspektion Leverkusen. „Jetzt kommt der Hauptgewinn“, sagt Oberbürgermeister Ernst Küchler. „Nike Komes hat den Gutschein für ein Fahrrad gewonnen“, verkündet das Stadtoberhaupt und überreicht einen in blaues Geschenkpapier verpackten Umschlag. „Das ist toll. Mein Fahrrad ist ohnehin schon etwas älter“, erzählt die Elfjährige beim Öffnen des Umschlags. „Gutschein für ein Fahrrad im Wert von 300 Euro“, liest sie laut vor.

Die Fünftklässlerin am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat wie 1200 weitere Schülerinnen und Schüler beim Verkehrsquiz zum Thema „Fahrradhelme“ mitgemacht. „130 Teilnehmer konnten alle Fragen richtig beantworten, 34 davon bekommen heute einen Preis“, verkündet Helmut Simon. Der Leitende Polizeidirektor hatte alle Gewinner zur Siegerehrung in den Konferenzraum der Leverkusener Dienststelle eingeladen. Das Quiz gehört zu den Informationssäulen der Aktion „Lääve met Helm“, die Mitte des Jahres bei einer Veranstaltung in der Realschule Am Stadtpark vorgestellt wurde. „Damit wollen wir das Gefahrenbewusstsein in die Köpfe der Menschen bekommen“, sagt Helmut Simon. Wer im Auto sitze, der sei durch Airbags geschützt. Über die verfüge ein Fahrrad halt nicht. Deswegen sei das Radfahren verdammt gefährlich, so Simon weiter.

Die Polizei fordere zwar keine Helmpflicht, hoffe aber mit der Aktion „Lääve mit Helm“, viele Menschen zum Tragen eines Helms bewegen zu können. Ernst Küchler würde dagegen einen Schritt weiter gehen: „Es gibt eine Gurtpflicht für Autofahrer, es gibt ein Telefonierverbot beim Fahren, da könnte man über eine Helmpflicht nachdenken“. Er gehöre seit vielen Jahren zu den Helmträgern beim Radfahren. Das habe in der Zeit begonnen, als sein Sohn die ersten Versuche auf dem Rad gemacht hat. „Es ist ja schlecht, wenn man seinen Kindern sagt, sie sollen einen Helm tragen, und man selbst macht es nicht“, sieht der Oberbürgermeister sich in der Rolle des Vorbilds. Nike Komes ist ebenfalls ein Vorbild. Die Elfjährige nennt zwei Helme ihr eigen. Und einen davon trägt sie immer beim Fahrradfahren, demnächst mit einem neuen Gefährt.



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