Von Stefan Andres, 19.01.09, 16:42h
„Hier geht's um Spaß“
Jedes Spiel dauerte zehn Minuten, in sechs Gruppen wurden die Teilnehmer der Endrunde ermittelt. Und um 18 Uhr war der Sieger ermittelt: Im Finale besiegte das Team „Torpedo Pittermännche“ die „Bayer04fans“ mit 9:5 - und das, obwohl das Team mit „Uns Uwe“ und „Schnixx“ in seinen Reihen aus dem letzten Loch pfiff und Spieler „Eimer“ gar nur noch humpelnd durch die letzten Minuten kam.
Aber: „Hier geht's um Spaß, nicht um sportlichen Ehrgeiz“, betont Dennis Moschall vom Organisations-Team und David Berneth ergänzt: „Der von Bayer 04 ausgerichtete »Fan-Cup« wird da ernster genommen.“ Hauptsache sei, dass die Fans gemeinsam einen unterhaltsamen Nachmittag verbringen. Und das war offenkundig der Fall: Wer in der Halle gerade nicht kickte, der fand in der Kneipe „Pille“ schnell Gesprächspartner.
„Das ist uns gelungen“
Und auch das Rahmenprogramm bot einige Abwechslung, nicht nur an der Theke: Unter anderem wurde ein Kickerturnier ausgerichtet und ein Fantrödelmarkt angeboten, außerdem gab es Motto-T-Shirts mit der Aufschrift „Haberland Stadion“ und der stilisierten Silhouette der alten Arena.
Das Turnier hat seinen Ursprung in einem im Vorjahr von den „Ultras“ ausgerichteten Turnier: Damals richteten die Bayer-Fans das Turnier aus Protest gegen ein parallel stattfindendes Freundschaftsspiel der Profis gegen den 1. FC Köln aus. Unter der Regie des im Sommer gegründeten Fan-Dachverbands „Nordkurve“ wurde das Turnier nun wiederholt: 20 Leute ließen der Organisation in drei Monaten viel Liebe angedeihen und mit dem Haberland-Wanderpokal wurde ein identitätsstiftender Preis ausgelobt. Moschall: „Wir wollten das Turnier in diesem Jahr verbessern, ich denke, das ist uns gelungen.“ Der Name für den dem einstigen Bayer-Vorstandschef gewidmeten Pokal lag dabei schnell auf der Hand. Moschall: „Das Stadion heißt nicht mehr so, die Halle wird auch demnächst abgerissen - es kommt immer mehr Tradition im Fußball abhanden, auch bei uns in Leverkusen.“ Da wollen die Fans ein wenig gegensteuern. „Viele Junge wissen ja gar nichts mehr mit dem Namen anzufangen.“
Das Fazit der Fans war überaus positiv: Serkan Bilen aus Gelsenkirchen zollte den Veranstaltern „Respekt“, sein Kollege Dennis von Heesen pflichtete ihm bei: „Wir sind sehr gastfreundlich empfangen worden, sehr gute Organisation: Hat Spaß gemacht!“ Auch Jens Knab und Stefan Portius aus Offenbach waren zufrieden: „Die Stimmung ist gut, die Leute entspannt.“ Im Januar 2010 folgt die Wiederauflage des Turniers.
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