Von Werner Röder, 13.02.09, 16:28h, aktualisiert 10.07.09, 18:32h
Gehandelt hat sie bereits. Denn sie ist eine von insgesamt 150 internationalen Klimabotschaftern weltweit, so genannte Climate Champions, die es sich unter dem Dachverband des „British Council“ (Organisation für Bildung und kulturelle Beziehung in 100 Ländern) zur Aufgabe gemacht haben, die Problematik des Klimawandels in die Schulen zu tragen, aufzuklären und nach möglichen Lösungen zu fahnden. Dazu hat sie Experten geladen wie Sascha Samadi vom angesehenen Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie, der über die Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten der Erderwärmung referiert. Und immer wieder projiziert Fiona Tokple Filme auf die große Leinwand. Damit unterstützt sie nicht nur die theoretischen Ausführungen des Experten. Sie gewinnt damit auch die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler zurück. Denn die Filme wirken gleichsam aufklärerisch, wie sie Betroffenheit bei den Schülern erzeugen, dokumentiert durch die plötzliche Stille in der Aula. Der Inhalt der Kurzfilme hält aber auch den provokanten Aufschrei der Kinder an die Erwachsenen und die Politiker parat, „die aufhören sollen zu labern und gefälligst jetzt handeln sollen - verdammt nochmal“.
Zum Aufruf der Klimabotschafterin an ihre Mitschüler gehörte ursprünglich auch die Idee, ihre Kolleginnen und Kollegen via Liveschaltung in die Aula zu transponieren. „Dazu haben wir leider noch nicht die nötigen Voraussetzungen, denn dies erfordert einen großen Medienaufwand“, sagt André Weiß, Projektkoordinator beim British Council. Dafür hat Fiona Tokple beim Klimatag für ihre Mitschüler Videos von ihren Kollegen und Kolleginnen vorbereitet. So übermittelt Marvin Salazar von Kalifornien aus Grüße nach Leverkusen und berichtet über das erhöhte Aufkommen von Tornados, das er auf den Klimawandel zurückführt. Oder Saki Fujiwara. Die Schülerin, ebenfalls engagierte Klimabotschafterin ihres Landes, richtet einen flammenden Appell aus Tokio an die Gymnasiasten der „Lise“, sich aktiv am Klima- und Umweltschutz zu beteiligen.
Gruß aus Indonesien
Auch Ibun Najib äußert seine Befürchtungen für sein Heimatland Indonesien. Der Schüler aus Djakarta weiß, dass sein Land mit einer Küstenlänge von 54.000 Kilometern bei zunehmender Erderwärmung von Überschwemmungen bedroht sein wird. „Wir werden jetzt versuchen, das Konzept dieser Veranstaltung im gesamten Bundesgebiet einzuführen. Das Projekt wird dann von Schülern aus allen Teilen Deutschlands übernommen“, sagt Fiona Tokple. Später dann will sie auch versuchen, Liveschaltungen zu Menschen anzubieten, die schon jetzt vom Klimawandel betroffen sind, „denn der Mensch wird erst eine Initiative ergreifen, wenn er mit diesem Thema auch emotional in Berührung kommt“.
Wer's glaubt
14.02.2009 | 13.22 Uhr | HST
Na Gott sei dank bricht das Kartenhaus der Klimalüge so langsam aber sicher zusammen. Es geht und ging dabei immer nur um Geld und sonst nichts.
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