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Altenberger Licht

Ein Licht der Hoffnung und Versöhnung

Von Karin M. Erdtmann, 04.05.09, 13:15h

Bei der Aussendungsfeier des Altenberger Lichts schickte Bischof Friedhelm Hofmann die Fackel hinaus in die Welt. Ein engagierter TV-Kommissar aus Leverkusen, ein gut gelaunter Bischof und 3000 Jugendliche kamen nach Altenberg.

Altenberger Licht
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3.000 Jugendliche kamen zur Aussendungsfeier des Altenberger Lichts. (Bild: dino)
Altenberger Licht
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3.000 Jugendliche kamen zur Aussendungsfeier des Altenberger Lichts. (Bild: dino)
Dirk Heinrichs
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Der Schauspieler Dirk Heinrichs stellte sein Programm gegen Gewalt vor
Dirk Heinrichs
Odenthal - Belagerungszustand herrschte in der ersten Mainacht im Dhünntal. Rund um die Orangerie hatten Pilgergruppen Zelte errichtet und Fahnen aufgestellt. Die Würzburger waren gar, lautstark die Frankenhymne intonierend, in den Ort gezogen - allen voran: Bischof Friedhelm Hofmann, der am Freitag vor rund 3000 Jugendlichen aus dem In- und Ausland das Altenberger Licht hinaus in die Welt schickte. Die Teilnehmer entzündeten ihre Fackeln an der Flamme im Dom und nahmen es mit in ihre Gemeinden - als „Staffette des Friedens“.

Aus ganz Deutschland waren die Teilnehmer angereist, aus Irland, Österreich und Schweden, sogar aus dem Iran. 750 Jahre nach der Grundsteinlegung im Dom bewiesen die Jugendlichen, was lebendige Kirche ist.

Wer wollte, konnte fette „Vorurteile“ aus einem Haifischbecken angeln und seine Kommentare dazu auf Fischplatten dokumentieren, sich mit seinen Gedanken fotografieren lassen oder Regenrohre als Rhythmus-Instrumente entdecken. Zwei Mitglieder des Initiativkreises Altenberger Licht diskutierten über Kontinente hinweg: Benjamin Kalkum, gerade zurück aus Brasilien, sprach via Satellit mit Benedikt Kern, der sich in afrikanischen Slums engagiert.

Höhepunkt des Rahmenprogramms war der Auftritt des Schauspielers Dirk Heinrichs. Der 44 Jahre alte Leverkusener, bekannt als TV-Kommissar Lenny Winkler in der Serie „Die Sitte“, hat die Aktion „Sprache gegen Gewalt“ gegründet. Im Talk mit Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb berichtete er von seinen Projekten an Schulen und in Gefängnissen sowie vom Aufbau von Zivilcourage-Gruppen. „Wir müssen wieder eine gemeinsame Sprache finden“ - und das dürfe nicht die Sprache des Bizeps sein, sagte der Mann mit den enormen Oberarmmuskeln. Empathie und Mitgefühl seien wichtiger als buchstäblich durchschlagende Argumente. Mit einem Kurzfilm sowie in Aktion mit den jungen Leuten zeigte er, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, sich einzumischen, wenn ein Gewalttäter auftritt. „Unser Weggucken ist sein Applaus“, gab Heinrichs zu bedenken. Sein Engagement gegen Gewalt betreibt der gebürtige Quettinger übrigens ehrenamtlich. Wer die Zusammenarbeit mit ihm sucht, kann sich über die Homepage des Vereins melden.



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