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BayArena

Das neue Wahrzeichen

Von Günter Müller, 13.08.09, 20:17h, aktualisiert 14.08.09, 13:45h

Pro Monat wurden beim „Projekt BayArena 2009“ 4,5 Millionen Euro verbaut, bis zu 400 Menschen waren täglich mit der Modernisierung beschäftigt. Nach mehr als 16 Monaten ist das Leverkusener Stadion fertig.

Heynckes in der Bay-Arena
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Trainer Jupp Heynckes in der umgebauten Bay-Arena. BILD: DPA
Heynckes in der Bay-Arena
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Trainer Jupp Heynckes in der umgebauten Bay-Arena. BILD: DPA
Leverkusen - Auf dem Zugang zum Tribünenbereich F 1 ist das Surren eines Akkuschraubers zu hören. Fleißige Menschen ziehen Leitungen. „Damit die Werbebanden während des Spiels gedreht werden können“, erklärt ein Experte. Auf einigen der roten Sitzschalen fehlt noch das Schild mit der Platznummer. Bis Freitag soll auch das erledigt sein. Im Vip-Bereich der Westtribüne - gegenüber liegt das Trainingsgelände - werden riesige Glasfenster geputzt. Damit die mehr oder weniger prominenten Gäste während des Spiels am Samstag den richtigen Durchblick haben.

Willkommen in der modernisierten Bay-Arena. Willkommen im „neuen Wahrzeichen Leverkusens“ - neben dem Bayer-Kreuz - wie Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer der Bayer 04 Fußball GmbH, den Fußballtempel an der Bismarckstraße bezeichnet. Zur Begrüßung ist Musik zu hören, „Ich bin wieder hier“ von Marius Müller-Westernhagen. Der anrührende Song untermalt einen sechsminütigen Film, vollgepackt mit Impressionen zum Stadion-Ausbau, der nicht einmal 20 Monate gedauert hat.

„Sondern etwa 16 Monate“, wie Architekt und Projektleiter Hans Dannenberg feststellt. Zunächst habe ja die Zerstörung im Vordergrund gestanden. Mit dem eigentlichen Bau sei am 17. April vorigen Jahres begonnen worden. „Wenn man sich nun vorstellt, dass in einem solchen Zeitraum ein Einfamilienhaus gebaut wird, dann weiß man auch, wie viel Kraft uns das alles hier gekostet hat“, hob Dannenberg die Teamleistung hervor. Bis zu 400 Leute hätten täglich auf der Baustelle gearbeitet, bei Wind und Wetter, bei Sturm und eisiger Kälte.

ksta.tv: „Ein neues Wahrzeichen“

„Wer die Kosten von rund 70 Millionen durch die Bauzeit dividiert, der wird feststellen, dass pro Monat etwa 4,5 Millionen Euro verbaut wurden.“ Damit will der Projektleiter verdeutlichen, wie hoch die erbrachte Bauleistung einzustufen ist. Dannenberg gestand, während der Modernisierung oftmals Schweißperlen auf der Stirn gehabt zu haben. Am größten seien die gewesen, als er die „Alpinisten“ bei den Dacharbeiten in der Seilkonstruktion gesehen habe. Umso glücklicher seien alle Beteiligten, dass bis auf einen Beinbruch keine schwere Verletzungen gemeldet worden seien.

Dank an die Nachbarn

Wolfgang Holzhäuser dankte allen, die zum Umbau des Stadions beigetragen haben: „Es ist unglaublich, was hier geleistet worden ist.“ Der Bayer-04-Geschäftsführer erwähnte ausdrücklich, dass „wir durch die Anwohner ein erhebliches Maß an Toleranz bekommen haben“. Als kleine „Entschädigung“ für die Unannehmlichkeiten sind die Nachbarn zum Heimspiel von Bayer 04 gegen den VfL Bochum am Samstag, 29. August, einschließlich Bay-Arena-Tour, eingeladen worden. Dabei erhalten die Gäste auch einen Einblick in das Herzstück des umgebauten Stadions: Das mehrgeschossige und hochmoderne Westgebäude mit der „Business- und der Premium-Lounge“ steht für Komfort pur. Der komplett neugestaltete Team- und Physiotrakt im Untergeschoss (2600 Quadratmeter) beinhaltet sowohl Nassbereich mit Whirlpool, Entmüdungsbecken mit absenkbarem Boden für Aquajogging und Sauna, als auch Wellnessbereich mit modernen Geräten, ein Büro für Leistungsdiagnostik sowie großzügig angelegte Betreuer-, Trainer- und Spielerkabinen. „Patrick Helmes sitzt übrigens direkt am Eingang links“, merkt Bayer-Kommunikationsdirektor Meinolf Sprink an und schaut dann in einen der Massageräume. Dort auf dem Boden liegt zwischen zwei Bänken ein Werkzeugkoffer, daneben ein Akkuschrauber. „Wer mal ein Einfamilienhaus gebaut hat, der weiß, wie das ist, wenn man umziehen will. Wir gehen vorne rein und hinten verlassen die letzten Handwerker das Haus“, bleibt Sprink gelassen. Wohlwissend, dass es am Samstag genau so sein wird. Drinnen werden noch Akkuschrauber surren und der Motor eines Staubsaugers brummen - und draußen warten die Fans auf den Anpfiff.



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