kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

Neue Bahnstadt Opladen

Kreuzkröten ziehen um

Von Ralf Krieger, 04.09.09, 18:55h

Am Donnerstag wurden streng geschützte Kreuzkröten aus dem westlichen Bahngelände umgesiedelt. Denn in deren bisherigem Lebensraum entsteht ein Instandsetzungswerk.

Kreuzkröten
Bild vergrößern
Die Kreuzkröte auf der Hand von Sven Peuker lebte bisher auf dem westlichen Bahngelände, wo nun neu gebaut wird. (Bild: Ralf Krieger)
Kreuzkröten
Bild verkleinern
Die Kreuzkröte auf der Hand von Sven Peuker lebte bisher auf dem westlichen Bahngelände, wo nun neu gebaut wird. (Bild: Ralf Krieger)
Opladen - Irgendwo auf dem Bahngelände: Eine Gegend wie eine Mondlandschaft. Zerwühlte Bahnschotterflächen, karge Sandhügel, umrandet von Dornengestrüpp. Ein frisch ausgehobener Tümpel zum laichen, wie ein Trichter in die Erde geformt, liegt inmitten des 4000 Quadratmeter großen Areals. Kein schöner Platz, könnte man meinen, aber das Grundstück ist genau das richtige für die Kreuzkröten, die eine neue Heimat brauchen, nachdem auf ihrem angestammten Lebensraum das neue Instandhaltungswerk der Firma Plasser entsteht. („Der Leverkusener Anzeiger berichtete über den Baubeginn in seiner gestrigen Ausgabe“)

Der Umweltplaner und Landschaftsarchitekt Sven Peuker ist am Nachmittag nach dem starken Regen mit einer Kunststoffbox, groß wie ein Schuhkarton dorthin gekommen, um seine ersten fünf Schützlinge auszusetzen. In seinem Terrarium zu Hause, wo er die streng geschützten Froschlurche mit behördlicher Genehmigung für kurze Zeit halten durfte, hat er die kleinen unscheinbar gefärbten, über und über mit Warzen bedeckten Tiere ordentlich hochgefüttert. So gut genährt und damit für den Winter gerüstet will er sie auf dem öden Flecken aussetzen. Die Kröten lieben dieses karge Land, weil sich da ihre Lieblingsspeise Heuschrecke findet. Genauer sind dort die blauflügelige Ödlandschrecke und die ebenfalls blauflügelige Sandschrecke zu Hause. Beide sind besonders geschützte Tierarten. Die einzigen Individuen, die den seltenen Heuschrecken etwas antun dürfen, sind unsere Kreuzkröten. Denn die sind noch strenger geschützt.

Sven Peuker nimmt den Deckel seiner Box ab und entlässt die Tiere in den Sand. Sofort schlüpfen sie in kleine Höhlen unter Steinen. Man kann sagen, die Erde schluckt ihre Kröten wieder.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

WAS.WANN.WO.


Anzeige


Bildergalerien


Stadtteile


Serie


Serie


Stadtmenschen Community


KSTA-Service


Top-Links

Anzeige


Extra


Dienste