Von Ralf Krieger, 04.09.09, 18:55h
Der Umweltplaner und Landschaftsarchitekt Sven Peuker ist am Nachmittag nach dem starken Regen mit einer Kunststoffbox, groß wie ein Schuhkarton dorthin gekommen, um seine ersten fünf Schützlinge auszusetzen. In seinem Terrarium zu Hause, wo er die streng geschützten Froschlurche mit behördlicher Genehmigung für kurze Zeit halten durfte, hat er die kleinen unscheinbar gefärbten, über und über mit Warzen bedeckten Tiere ordentlich hochgefüttert. So gut genährt und damit für den Winter gerüstet will er sie auf dem öden Flecken aussetzen. Die Kröten lieben dieses karge Land, weil sich da ihre Lieblingsspeise Heuschrecke findet. Genauer sind dort die blauflügelige Ödlandschrecke und die ebenfalls blauflügelige Sandschrecke zu Hause. Beide sind besonders geschützte Tierarten. Die einzigen Individuen, die den seltenen Heuschrecken etwas antun dürfen, sind unsere Kreuzkröten. Denn die sind noch strenger geschützt.
Sven Peuker nimmt den Deckel seiner Box ab und entlässt die Tiere in den Sand. Sofort schlüpfen sie in kleine Höhlen unter Steinen. Man kann sagen, die Erde schluckt ihre Kröten wieder.
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