Von Hartmut Zitzen, 17.09.09, 18:08h, aktualisiert 18.09.09, 10:33h
Nachdem sich im Lauf der Zeit immer neue Schwierigkeiten vor dem Verein aufgetürmt hatten, die allesamt beiseitegeräumt werden konnten, wurde Anfang dieser Woche auch noch eine der letzten Klippen umschifft. Ein kiloschwerer Aktenordner kündet davon, dass die Statik der neuen Schiffsbrücke fertig berechnet ist und die „Schwimmtauglichkeitsbescheinigung“ für den Klipper „Einigkeit“, den Aalschokker „Recht“ und die Tjalk „Freiheit“ vorliegt.
Modelle im Maßstab 1 : 25
Und weil die Vollendung des großen Werks damit endgültig in greifbare Nähe gerückt ist, stellte der Förderverein am Donnerstag auch das Logo vor, das künftig alle Publikationen zieren wird. Es zeigt in stilisierter Form die drei Schiffe über einem Wasserlauf, gekrönt von einer mit schwungvollem Strich gezeichneten Brücke. Gabriele Konopatzki hat das Wahrzeichen in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand entwickelt. „Es galt, Form und Inhalt so zu verbinden, dass eine visuelle Einheit mit hohem Wiedererkennungswert entstand“, erklärte die Diplom-Designerin aus Rheindorf in der Hoffnungskirche an der Solinger Straße.
Dorthin hatte der Verein eingeladen, um nicht nur das Logo, sondern auch drei originalgetreue Modelle der Schiffe im Maßstab 1 : 25 vorzustellen. Die von dem Schlebuscher Jürgen Krabbe geschaffenen Nachbildungen lassen heute schon erahnen, worauf sich die Besucher der Schiffsbrücke im nächsten Jahr freuen dürfen. Drei bis vier Monate hat der Polizist im Ruhestand in der Dachkammer seines Hauses an jedem einzelnen Modell gearbeitet, erklärte er bei der Präsentation. Bis Ende nächster Woche werden sie noch in der Hoffnungskirche zu sehen sein, anschließend will der Förderverein sie in einem Schaufenster an der Wupperstraße ausstellen.
Mitte nächsten Jahres, schätzen Gabriele Pelzer und Karl Lange, wird es dann endlich soweit sein: Die Tjalk und der Aalschokker werden in der alten Wuppermündung wieder als Brücke mit integrierter Gastronomie für Ausflügler und als Stätte für private und Firmenfeiern zur Verfügung stehen. Der Klipper geht im Rhein vor Anker und kann als Ausflugs- und Clubschiff gemietet werden. Auch der Anker ist übrigens ein Original: Nach der jüngsten Berichterstattung im „Kölner Stadt-Anzeiger“ meldete sich ein Domstädter beim Verein, dessen Vater das gute Stück einst Heinz Gless, dem früheren Eigentümer der Schiffsbrücke, als Gartenzierde abgekauft hatte. Demnächst kommt er wieder an seinen angestammten Platz.
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