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Federal Mogul

43 Mitarbeiter entlassen

Von Timm Gatter, 16.10.09, 18:16h

Der Burscheider Kolbenringhersteller Federal-Mogul wird sich aktuell von 43 Mitarbeitern trennen. Ihnen wird der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten.

Burscheid - Ein Hoffnungsschimmer in Krisenzeiten beim Burscheider Kolbenringhersteller Federal-Mogul (FM): Zwar gibt es an den betriebsbedingten Kündigungen nichts mehr zu rütteln. Im Juni hatten Betriebsrat und Geschäftsführung einen Interessenausgleich ausgehandelt, der den Wegfall von 170 Arbeitsplätzen (vormals: 321) vorsah. 70 Mitarbeiter nahmen das Angebot zum freiwilligen Ausscheiden an. Der Abbau der restlichen hundert Stellen konnte wegen der „Abwrackprämie“ und schließlich damit verbundenen verbesserten Auftragslage zweimal verschoben werden.

Am Freitagmorgen informierte FM-Geschäftsführer Karsten Evers gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden Michael Bergmann und der Personalchefin Andrea Vogt-Schulz darüber, dass sich das Unternehmen aktuell von 43 Mitarbeitern trennen wird. Ihnen wird zum 1. November der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. „Unser Ziel ist es, sie möglichst schnell wieder in ein neues Arbeitsverhältnis zu bringen“, sagte Evers. In Abstimmung mit der Belegschaftsvertretung und der IG Metall hat sich FM für die „EIBP-Transfergesellschaft“ entschieden. Sie hat eigens im Burscheider Stadtgebiet Schulungsräume eingerichtet. Evers drückte seine Hoffnung aus, dass die „sehr qualifizierten“ Mitarbeiter, die jetzt die Firma verlassen müssen, nach Überwindung der Wirtschaftskrise und anziehender Konjunktur wieder in den Betrieb zurückkehren können.

Die Verweildauer in der Transfergesellschaft beträgt maximal zwölf Monate. In dieser Zeit ist unter anderem die ununterbrochene Beitragsleistung in die Rentenversicherung, der Bezug von Kurzarbeitergeld und die zusätzliche komplette Abfindung nach dem Konzernsozialplan mit höherer Einmalzahlung für Kinder (2500 Euro) sowie die Aufstockung um das juristisch so genannte „Begrüßungsgeld“ von 1500 Euro gesichert.

Auch Nebentätigkeiten und Mini-Jobs sind möglich. Kürzlich bei einer Mitarbeiterversammlung stimmte etwa die Hälfte der Betroffenen dem Wechsel zu. Einige wollen laut Bergmann gegen die Kündigung klagen. Andere haben sich noch nicht entschieden. Bis Ende Oktober ist noch Zeit.



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