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Kommentar

Stellenabbau bei FM

Von Timm Gatter, 16.10.09, 18:16h

Die von Federal-Mogul ins Leben gerufene Transfergesellschaft für 43 gekündigte Mitarbeiter ist kein Zaubermittel - die Gekündigten gewinnen allenfalls Zeit. Aber Geschäftsleitung und Betriebsrat haben in der Krise das Beste aus der dramatischen Entwicklung gemacht. So konnte die Belegschaftsvertretung im zähen Ringen mit dem Management erreichen, dass bei wieder anziehender Konjunktur eine Rückkehrmöglichkeit bis Ende 2011 zugesichert wurde. Ebenso gehören die ausgehandelten finanziellen Aufstockungsbeträge unter die Rubrik Sozialverträglichkeit. Eine Vereinbarung, die laut Konzernbetriebsrat Michael Bergmann bei FM in Deutschland ohne Beispiel ist.

Der Glaube von Geschäftsführer Karsten Evers an den Standort ist beeindruckend - den Burscheider Sozialplan musste er im Mutterhaus erkämpfen. Gleichwohl profitiert die Firma von den Entlassungen - die ausgesuchte Transfergesellschaft auch.

Der Kolbenringhersteller hat aber auch aus bitteren Fehlern der Vergangenheit gelernt. Bei der Auslagerung des Maschinenbaus sind einst lang gediente und hoch qualifizierte Mitarbeiter in einer dubiosen Transfergesellschaft und schließlich in der Arbeitslosigkeit gelandet. Diesmal stecken die Kollegen nicht in der Vorhölle von Hartz IV.



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