Von Thomas Käding, 23.10.09, 09:15h
350.000 Euro braucht Müller, um die Transfergesellschaft ans Laufen zu bringen, in der 21 DyStar-Leute eigentlich seit dem 1. Oktober angestellt sind. Es sind jene 21, die von der Pleite nicht nur überrascht, sondern finanziell ins Mark getroffen wurden: Ihre Abfindungen wurden nicht gezahlt, Insolvenzgeld ist nicht geflossen. Ihr Einkommen im September: null Euro. Müller, dessen Haus unter anderem für die Pleite gegangene Agfa-Photo eine Transferfirma ins Leben rief und seit 1. Juli schon einige DyStar-Mitarbeiter betreut, fühlt sich in der Pflicht: Zum Einen verspürt er den Druck derer, die laut Aufhebungsvertrag jetzt in seiner Obhut wären. Zum Anderen habe er auch einen Namen zu verlieren, räumt er ein. Deshalb hatte er die Betroffenen am Montagmorgen zum „Informationsgespräch“ eingeladen: „Wir müssen den Leuten jetzt was sagen“, man könne die Mitarbeiter in einer derart prekären Lage nicht allein lassen.
Mitarbeiter verunsichert
Im Verlauf dieses Gesprächs aber legte Müllers Hausanwalt Sebastian Witt den DyStar-Leute eine „Zahlungsaufforderung“ vor, die freilich nur an DyStar und ihre Insolvenzverwalter gerichtet war und in der die Bonner Wirtschaftsakademie als Ausrichter der Transfergesellschaft - und dritter Unterzeichner der Verträge - nicht vorkam. Die Mitarbeiter reagierten verunsichert und wollten sich erst einmal mit ihren Anwälten beraten - „was wir ausdrücklich vorgeschlagen haben und begrüßen“, betont Witt. Klar ist: Mit den Zahlungsaufforderungen, in denen die Mitarbeiter außerdem mit Rücktritt vom Vertrag drohen, was sie zunächst wieder auf die Gehaltsliste bei DyStar bringen dürfte, wird Insolvenzverwalter Laubereau unter Druck gesetzt. Im ersten Anlauf hat das aber keine Wirkung gezeigt.
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23.10.2009 | 12.29 Uhr | Giorgio due
Am 01. Nov. 2009 ist 5.Jahrestag zur Überleitung in die AgfaPhoto. Was ist draus geworden? Nach nur 7 Monaten in die Insolvenz geführt! Mit all den…
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23.10.2009 | 10.58 Uhr | Perikles0815
Heute möchte ich keinem der 21 Betrogenen über den Weg laufen. Hier müssen sich ja Aggressionen aufgestaut haben. Mannomann. ... Und wenn jetzt die…
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23.10.2009 | 10.14 Uhr | thunder
Dieser Insolvenzverwalter hat doch schon auf der Betriebsversammlung deutlich zum Ausdruck gebracht, was er von den 21 hält. Nämlich nichts. Und…
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