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Ausstellung

Einladung zur Schmunzel-Kunst

Von Frank Weiffen, 22.10.09, 19:01h

Rolf Wetter präsentiert Illustrationen und andere Arbeiten im Künstlerbunker. Seine heiteren Bilder beschreibt Wetter so: „Ich will mit meinen Zeichnungen letztlich nur eines: Geschichten erzählen.“

Rolf Wetters „Witzfiguren“
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Bei Rolf Wetter werden sogar Skulpturen zu „Witzfiguren“. Eine Auswahl von ihnen steht nun im Künstlerbunker. BILD: RALF KRIEGER
Rolf Wetters „Witzfiguren“
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Bei Rolf Wetter werden sogar Skulpturen zu „Witzfiguren“. Eine Auswahl von ihnen steht nun im Künstlerbunker. BILD: RALF KRIEGER
Opladen - Wer sich in der Leverkusener Kunstszene auskennt, der weiß, was ihn erwartet, wenn Rolf Wetter ausstellt: Ein sprichwörtlich „bunter“ Reigen von Exponaten. Wetter-Schauen regen zum Schmunzeln an, schließlich ist er einer, der sich dem Illustrieren verschrieben hat und dabei mit diebischer Freude die Menschen aufs Korn nimmt. Einer Freude, die man seinen Bildern ansieht - auch denen, die nun im Bunker Karlstraße hängen.

Dort zeigt Wetter eine Auswahl seiner besten Illustrationen - und Bilder, die quasi als „Nebenprodukt“ seiner Haupttätigkeit entstanden sind, die meisten davon Collagen. Sie bestehen aus alten, ausgeschnittenen Papierschnipseln oder Bildresten. Wetter nahm sie, fügte sie zu neuen Figuren und Motiven zusammen - und stand am Ende vor „Spontanbildern“, auf denen sich der eitle „tolle Hecht“ als vermenschlichter Fisch mit Goldkette um den Hals und Sektglas in der Hand präsentiert. Auf einem anderen Bild, das bei einer Auftragsarbeit für die Bayer-Kultur entstand, hüpfen wie in einem Mosaik aneinander gefügte Musiker, Operndiven und Clowns aus einem Zauberhut.

Und dann sind da noch die abgewetzten Kunstmappen, die Wetter noch zur Lehrerzeit seinen Schülern „abschwatzte“. Anstatt die verknickten und verschrammten Dinger ihrem Müll-Schicksal zu überlassen, machte er Kunst aus ihnen: Eine knallrote Mappe wurde so zum Hintergrund für ein Feuerwehrauto. Und eine gelbe Mappe ziert jetzt eine schwarze Micky Maus. Wetters Bilder und Collagen sind Arbeiten, in denen man sich verlieren kann, so vielfältig kommen sie daher. Er selbst sagt dazu: „Ich will mit meinen Zeichnungen letztlich nur eines: Geschichten erzählen.“ Im Bunker wird dies offensichtlich. Dort steht zwar auch eine Auswahl von Wetters Skulpturen. Aber auch die sind letztlich „gegenständlich“ gewordene Illustrationen, so kurios wie sie aussehen: Ein Holzhobel wurde zum glotzenden Gesicht mit herausstreckter Zunge. Ein Öl-Trichter fungiert nun gemeinsam mit einer Plastikkugel als Comic-Männchen. Und ein kegelförmiger Luftballon sieht - auf die Seite gelegt und schwarz-weiß angemalt - wie der Cartoon-Hund Snoopy aus. Wie gesagt: Es ist schwer, durch den Bunker zu gehen und nicht zu schmunzeln.

Die Wetter- Ausstellung eröffnet am Sonntag (11.30 Uhr) und läuft bis 15. November. Öffnungszeiten: mittwochs, freitags und samstags, 16 bis 18 Uhr (während der Kunstnacht am 31. Oktober bis 24 Uhr).



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