Erstellt 29.10.09, 18:50h
Bert Engel greint auf der Bühne herum. Er kann sich das herausnehmen, denn er kennt Berühmtheiten wie das „Rat-Pack“ - auch wenn diese beiden im K1 als Zigaretten schmauchende Ratten im Frack daherkommen, die sich über Dreck unterhalten, über die Zeiten im stinkenden Untergrund sinnieren und „Kloaaak, Kloaaak“ anstatt „New York, New York“ singen. Wie gesagt: Es ist der Blick von unten auf die Unterhaltungsindustrie. Irgendwann ist alles nur noch ein Mischmasch aus Schein und Sein. Wutschik und Brodowy spielen Puppen, spielen sich selbst und lassen sich von den Puppen spielen. Ein Tohuwabohu. Sie nehmen das Mafia-Film-Genre aufs Korn. Sie lassen Stoffschlangen tanzen. Sie treiben das verrückte Spiel auf die Spitze - und bringen alle zum Lachen. Und auch wenn eine Urne auf der Bühne steht: Die Untoten des Entertainments (Heesters, Kuhn, Engel) sind nicht dessen Totengräber. Diese Show belebt die Szene. Trotz Bodensatzromantik zeigt sie ihre schöne, traditionelle Seite. (frw)
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