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Horst Hoschkara

Geschichte geschrieben

Erstellt 03.11.09, 19:07h

Horst Hoschkara ist 20 Jahre lang für die Wohnungsgesellschaft Leverkusen tätig gewesen. Am Dienstag wurde er im Kasino der Bayer AG in den nahenden Ruhestand verabschiedet.

Horst Hoschkara
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WGL-Chef Horst Hoschkara (r.) und sein Nachfolger Heiko Leonhard mit Frau Stefanie und Söhnchen Janne. (Bild: Berg)
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WGL-Chef Horst Hoschkara (r.) und sein Nachfolger Heiko Leonhard mit Frau Stefanie und Söhnchen Janne. (Bild: Berg)
Leverkusen - Horst Hoschkara hat in den 20 Jahren seines Wirkens ein Stück Stadtgeschichte mitgeschrieben. Darin waren sich alle Redner einig, die den Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) gestern im Kasino der Bayer AG in den nahenden Ruhestand verabschiedeten. Am 31. Dezember endet die Ägide des dann 65-Jährigen, der am 1. Juli 1989 seinen Dienst an der Heinrich-von-Stephan-Straße angetreten hatte.

Rudolf Sykora, der Vorsitzende des WGL-Aufsichtsrats, begnügte sich mit einer simplen Aufzählung der Herausforderungen, denen Hoschkara gegenüberstand. Dazu gehörte die Hiobsbotschaft, dass die Mietshäuser an der Rheinallee auf einer giftigen Deponie errichtet wurden und abgerissen werden mussten. Ungefähr gleichzeitig verwandelte die Insolvenz der Wiesdorfer Gärtnerei Fabrizius ein Areal in bester Innenstadtlage in eine Gewerbebrache, der die WGL zu neuem Leben verhalf. Der Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs bescherte der Stadt zahlreiche Neubürger, für die unter anderem auf dem Quettinger Feld Wohnraum geschaffen wurde - kurzum: Hoschkara zeichnet für rund 1400 neu errichtete Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro verantwortlich, resümierte Sykora vor zahlreichen Gästen. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn rühmte unter anderem die „herausragende Rolle“, die die WGL beim Projekt „Soziale Stadt Rheindorf“ spielt und bescheinigte Hoschkara, das Unternehmen zukunfts- und krisensicher aufgestellt zu haben. Insofern tritt Nachfolger Heiko Leonhard ein großes, aber kein allzu schweres Erbe an. Der 38-Jährige kommt mit Frau und Sohn vom Bodensee, wo er die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lindau geleitet hat. Nicht nur landschaftlich wird Leonhard sich umstellen müssen: In seiner Heimatstadt verantwortete er eine Bilanzsumme von knapp 68 Millionen Euro und hatte zehn Mitarbeiter, in Leverkusen erwarten ihn 273 Millionen Euro Bilanzsumme und 80 Angestellte. (hz)



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