Von Frank Weiffen, 04.11.09, 17:06h
Kosten: 70 000 Euro
Diese kaufmännisch-weltliche Idee für einen himmlisch-heiligen Zweck kam den Mitgliedern des Fördervereines der Gemeinde, als sie hörten, dass die dringend notwendige, erste Renovierung des Instrumentes seit 1955 knapp 70 000 Euro kosten würde. Natürlich: Einen Teil bezahlt die Erzdiözese. „Aber angesichts dieses Batzens wollen eben auch wir unseren Beitrag leisten“, sagt Margret Antweiler, die Vorsitzende des Fördervereins. Und so kommt es, dass ab sofort rund um die Gottesdienste oder im Rahmen der am Wochenende anstehenden Buchausstellung im Pfarrsaal Urkunden für Pfeifenpatenschaften zum Preis von 25, 50 oder 100 Euro sowie die ebenfalls in Urkundenform daherkommenden „Orgel-Bausteine“ für fünf Euro gekauft werden können. Wie viele der „Wertpapiere“ bislang an den Mann oder die Frau gebracht wurden, kann Antweiler noch nicht sagen. Klar ist nur, dass die Orgel - die von Grund auf gereinigt wurde und nach Aussage von Orgelbauer Josef Potthoff in den nächsten Tagen eine neue Technik für den Spieltisch sowie drei neue Register für die Basstöne bekommt - nicht weniger als 942 Pfeifen besitzt, die an potenzielle Paten vergeben werden könnten. „Das zu schaffen“, sagt Antweiler lächelnd, „dürfte zwar schwer möglich sein.“ Dennoch: „20 000 Euro würden wir schon gerne zusammenbekommen.“ So teuer sei allein die technische Aufrüstung des Spieltisches der Orgel.
Die Urkunden zu den Bürriger Orgel-Bausteinen oder Pfeifen-Patenschaften können ab sofort im Anschluss an die Gottesdienste in der St.-Stephanus-Kirche oder bei der Buchausstellung erworben werden, die am Wochenende, 7. und 8. November, tagsüber im Pfarrsaal Am Küchenhof 13 stattfindet. Dann werden auch die Plätzchen „En Herz für die Orgel“ verkauft. Weitere Infos zu den Aktionen unter 0214 / 6 29 10.
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