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Karnevalsprinz Bernhard Bunse

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Von Ana Ostric, 04.11.09, 18:00h

Gut vorbereitet und mit großer Vorfreude erwartet Bernhard Bunse den Beginn der fünften Jahreszeit. Der 51-Jährige will als Prinz Bernhard I. die Leverkusener Jecken begeistern.

Bernhard Bunse
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Bernhard Bunse freut sich auf den 21. November: Dann wird er zu Prinz Bernhard I. proklamiert. BILD: BRITTA BERG
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Bernhard Bunse freut sich auf den 21. November: Dann wird er zu Prinz Bernhard I. proklamiert. BILD: BRITTA BERG
Leverkusen - Der künftige Prinz fährt Rad. Es ist eines dieser roten Räder, von denen es in der Stadt und insbesondere im Chempark ungezählte Exemplare gibt. Bernhard Bunse hat eine besondere Verbindung zu jenem Gelände, das bis vor wenigen Jahren noch Bayer-Werk hieß. Nach dem Studium suchte er eine Anstellung, fand sie bei Kronos Titan und so kam der junge Diplom-Bauingenieur aus Westfalen nach Leverkusen - und zum Karneval.

„Ich bin froh, dass es bald los geht“, sagt Bernhard Bunse. Der 51-Jährige wird bald als Prinz Bernhard I. durch die Säle ziehen. Gut vorbereitet ist er. 430 Orden liegen im Keller, acht Mal musste er mit Adjutanten und Pagen zum Schneider, bis alle Kostüme passten. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, lautet das Motto seiner jecken Regentschaft. Dass ein Mitglied der Roten Funken Prinz der Session 2009 / 2010 werden würde, habe seit zwei Jahren festgestanden, so Bunse. Schließlich feiert Leverkusens größte Karnevalsgesellschaft ihr 100-jähriges Bestehen. Dass er als Senatspräsident der Roten Funken das närrische Zepter schwingen wird, erklärt Bunse so: „Ich traue es mir zu. Ich bin gesund, feiere im nächsten Sommer mein 25-Jähriges bei Kronos und in Leverkusen.“ Die Umstände sind also günstig, und auch Ehefrau Bärbel unterstützt den künftigen Prinzen. „Mir ist wichtig, dass meine Frau den Vertrag mit unterschrieben hat“, sagt Bernhard Bunse. Aufgewachsen ist der 51-Jährige in der ostwestfälischen Stadt Warburg. Auch dort, in der Nähe von Höxter, wird Karneval gefeiert, „aber das ist kein Vergleich zu hier“. Erste Erfahrungen mit dem rheinischen Frohsinn hat Bunse vor über 20 Jahren im Saal Norhausen zu Rheindorf gemacht. „Infiziert mit dem Virus habe ich mich dann bei Kronos“, erklärt der Prinz. In der Firma wird an Weiberfastnacht mit Kostüm gefeiert. Bauingenieur Bunse moderiert seit vielen Jahren das Programm und lernte so die Roten Funken kennen und schätzen. Vor fünf Jahren trat Bunse der KG bei, ein Jahr später wurde er Senatspräsident. Das Gesellschaftsleben mache ihm einfach Spaß, sei es auf den Sitzungen, im Straßenkarneval oder bei den Treffen mit den Freunden aus dem Senat.

Singen, verspricht er, werde er bei seinen Auftritten als Prinz Bernhard I. nicht. Dafür aber reden und den gastgebenden Gesellschaften bei den Sitzungen das Gefühl geben, dass er sich für Geschichte und Eigenheiten eines eines jeden Vereins interessiert. „Einige Textpassagen werden sich wiederholen. Aber ich werde immer eine persönliche Note einbringen“, verspricht der Prinz vor dem Antritt seiner Regentschaft.

Für Samstag, 21. November, lädt der Festausschuss Leverkusener Karneval zur Prinzenproklamation ins Forum ein. Beginn ist um 19.30 Uhr, auf dem Programm stehen Blom un Blömcher, De Räuber, Guido Cantz, , Colör, De Blötschkopp, Brings und der erste offizielle Auftritt von Prinz Bernhard I. Karten zum Preis von 27 Euro können bei Uwe Krause bestellt werden: Per E-Mail (flk@leverkusener-karneval.de) oder telefonisch unter 02174 / 6 37 87.



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