Von Ulla Jonen, 16.11.09, 18:17h
Lothar Schmitz und Jörg Großbruchhaus vom Fachbereich Stadtgrün stellten die Aktion vor. Und die beiden verhehlten dabei nicht, dass es Anwohner gibt, die sich einerseits gegen, andererseits für die Pflanzung aussprechen. Dabei hat Stadtgrün eine sehr schlanke und langsam wachsende Baumsorte ausgesucht, nämlich Säulen-Hainbuchen. Jörg Großbruchhaus zufolge legen die zur Zeit rund sechs Meter hohen Gehölze aus dem Münsterland jährlich rund 20 Zentimeter Höhe zu, denn der Boden in der Haberstraße sei eher mager.
Ein Grund für die ablehnende Haltung gegenüber straßenbegleitendem Grün sei Schmitz zufolge vor allen Dingen das Laub. Dafür sind nämlich die Anlieger zuständig. „Das ist eine Auswirkung des demografischen Wandels“, sagte der Stadtgrün-Leiter. Denn mit zunehmendem Alter falle das Laubkehren eben immer schwerer.
Die Vermutung vieler Bürger, dass die Baumwurzeln Abwasser-Kanäle zerstören, weist Schmitz allerdings zurück. Wurzeln würden erst dann in einen Kanal eindringen, wenn er bereits Risse oder andere undichte Stellen aufweise. Seinerzeit standen entlang der Haberstraße 75 der großen Erlen. Die Neupflanzung umfasst nur 40 Bäume. Dadurch, so hieß es, würden auch mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. Damit die jungen Gehölze nicht gleich von Autos angefahren werden, die sich noch in die ein oder andere Lücke quetschen wollen, werden die Baumscheiben mit großen Findlingen gesichert. Kritikern der Anpflanzung hält Lothar Schmitz den Klimawandel entgegen. „Wenn wir drei richtig heiße Sommer hintereinander bekommen, dann lechzen die Menschen nach Schatten.“ Spätestens dann werde das Fehlen von Straßenbäumen bemängelt, so der Chef des Grünamtes.
Weitere Neuanpflanzungen in dieser Saison sind an folgenden Orten geplant: An St. Remigius in Opladen werden sechs / sieben Linden gepflanzt, Auf der Grieße in Rheindorf drei / vier Rotahorn-Bäume. Die Erlen auf der Wiesdorfer Montanusstraße werden gefällt. Dafür werden 13 junge Säuleneichen gesetzt. Zudem werden im Frühjahr im gesamten Stadtgebiet rund 200 neue Bäume gepflanzt.
Neue Bäume
16.11.2009 | 19.59 Uhr | elch53
Die gegen eine Begrünung sind, können doch nach Köln-Chorweiler umziehen, da fliegen ihnen statt Blätter leere Bierflaschen um die Ohren. Ist doch…
Neue Bäume braucht das Land.
16.11.2009 | 19.41 Uhr | cyriax
Die Anwohner haben doch nur Angst wegen der Arbeit. Blätter und so. Im Sommer wenn die Sonne vom Himmel brennt spürt man schon was diese Bäume…
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