kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

Haberstrasse

Grün soll langsamer wachsen

Von Ulla Jonen, 16.11.09, 18:17h

In diesen Tagen werden entlang der Haberstraße Säulen-Hainbuchen gesetzt. Die 40 schlanken Bäume sollen besonders langsam wachsen. Einige Anwohner sind jedoch gegen die Bepflanzung.

Haberstraße Hainbuchen
Bild vergrößern
Stadtgrün-Leiter Lothar Schmitz hat für die Haberstraße eine langsam wachsende Baumsorte ausgesucht. (Bild: Ralf Krieger)
Haberstraße Hainbuchen
Bild verkleinern
Stadtgrün-Leiter Lothar Schmitz hat für die Haberstraße eine langsam wachsende Baumsorte ausgesucht. (Bild: Ralf Krieger)
Wiesdorf - Die Zeit der mal 13, mal 17 Meter hohen Sanderlen, die die Haberstraße gesäumt haben, ist längst vorbei. Im Herbst 2008 ging's ihnen an die Wurzeln. Viel zu hoch, viel zu dicht gepflanzt, entschieden seinerzeit die Fachleute, mal zur Freude der Anwohner, mal zu ihrem Leid. Nun werden in diesen Tagen 40 neue Bäume gepflanzt.

Lothar Schmitz und Jörg Großbruchhaus vom Fachbereich Stadtgrün stellten die Aktion vor. Und die beiden verhehlten dabei nicht, dass es Anwohner gibt, die sich einerseits gegen, andererseits für die Pflanzung aussprechen. Dabei hat Stadtgrün eine sehr schlanke und langsam wachsende Baumsorte ausgesucht, nämlich Säulen-Hainbuchen. Jörg Großbruchhaus zufolge legen die zur Zeit rund sechs Meter hohen Gehölze aus dem Münsterland jährlich rund 20 Zentimeter Höhe zu, denn der Boden in der Haberstraße sei eher mager.

Ein Grund für die ablehnende Haltung gegenüber straßenbegleitendem Grün sei Schmitz zufolge vor allen Dingen das Laub. Dafür sind nämlich die Anlieger zuständig. „Das ist eine Auswirkung des demografischen Wandels“, sagte der Stadtgrün-Leiter. Denn mit zunehmendem Alter falle das Laubkehren eben immer schwerer.

Die Vermutung vieler Bürger, dass die Baumwurzeln Abwasser-Kanäle zerstören, weist Schmitz allerdings zurück. Wurzeln würden erst dann in einen Kanal eindringen, wenn er bereits Risse oder andere undichte Stellen aufweise. Seinerzeit standen entlang der Haberstraße 75 der großen Erlen. Die Neupflanzung umfasst nur 40 Bäume. Dadurch, so hieß es, würden auch mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. Damit die jungen Gehölze nicht gleich von Autos angefahren werden, die sich noch in die ein oder andere Lücke quetschen wollen, werden die Baumscheiben mit großen Findlingen gesichert. Kritikern der Anpflanzung hält Lothar Schmitz den Klimawandel entgegen. „Wenn wir drei richtig heiße Sommer hintereinander bekommen, dann lechzen die Menschen nach Schatten.“ Spätestens dann werde das Fehlen von Straßenbäumen bemängelt, so der Chef des Grünamtes.

Weitere Neuanpflanzungen in dieser Saison sind an folgenden Orten geplant: An St. Remigius in Opladen werden sechs / sieben Linden gepflanzt, Auf der Grieße in Rheindorf drei / vier Rotahorn-Bäume. Die Erlen auf der Wiesdorfer Montanusstraße werden gefällt. Dafür werden 13 junge Säuleneichen gesetzt. Zudem werden im Frühjahr im gesamten Stadtgebiet rund 200 neue Bäume gepflanzt.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


WAS.WANN.WO.


Anzeige


Bildergalerien


Stadtteile


Serie


Serie


Stadtmenschen Community


KSTA-Service


Top-Links

Anzeige


Extra


Dienste