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Schweinegrippe

Mediziner weigert sich zu impfen

Von Steffi Breitbarth, 17.11.09, 18:11h

Mediziner Oliver Witte hatte bereits Termine für die Impfung gegen Schweinegrippe vereinbart. Dann entschied sich der Arzt aus Rheindorf um. „Der Impfstoff, den es derzeit gibt, ist mit reinem Gewissen nicht zu empfehlen", sagt er.

Schweinegrippe Impfung
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Ein Arzt aus Rheindorf hat sich kurzfristig entschieden, seine Patienten nicht gegen Schweinegrippe zu impfen. (Bild: dpa)
Schweinegrippe Impfung
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Ein Arzt aus Rheindorf hat sich kurzfristig entschieden, seine Patienten nicht gegen Schweinegrippe zu impfen. (Bild: dpa)
Rheindorf - Die Impfung gegen die so genannte Schweinegrippe sorgt nach wie vor für Verunsicherung. Die einen raten zu der Immunisierung, andere sind vehement dagegen. Die Diskussion um die Impfung beschäftigt vor allem auch die Ärzte, die sich für oder gegen die Durchführung dieser Impfung entscheiden müssen. Dass auch Medizinern dieser Entschluss nicht immer leicht fällt, zeigt jetzt der Fall des Leverkusener Arztes Dr. Oliver Witte.

Mit der Impfung habe er sich zunächst Zeit gelassen. „Ich habe lange mit dem ersten Impftermin gewartet, weil ich befürchtet habe, dass schwere Nebenwirkungen auftreten könnten.“ Das habe sich nun zum Teil bewahrheitet, meint der Mediziner. Aus diesem Grund hat sich Witte am Montag gegen die Durchführung der Impfung entschieden und das, obwohl die ersten Patienten bereits für den darauf folgenden Mittwoch Impftermine hatten. Er möchte die Verantwortung für die Impfung im Moment nicht übernehmen. „Der Impfstoff, den es derzeit gibt, ist mit reinem Gewissen nicht zu empfehlen.“ Die Nutzen-Risiko-Abwägung sei nach dem bisherigen Verlauf bedenklich. „Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn einer meiner Patienten an der Impfung versterben würde.“

Witte betont, dass er nicht generell gegen die Impfung sei. Hochrisikopatienten, also zum Beispiel diejenigen, die unter einer chronischen Erkrankung leiden, sollten sich doch überlegen, ob sie sich nicht impfen lassen. Man müsse in jedem Fall eine individuelle Entscheidung treffen.

Irmgard Schenk-Zittlau, Sprecherin der Stadtverwaltung, erklärt, Oliver Witte sei bislang der einzige, der seine Meinung in Bezug auf die Impfung geändert habe. „Das ist ein absoluter Einzelfall.“ Mit der Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten sei man sehr zufrieden. „Wir kommen wirklich gut zurecht.“



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