In Asien, insbesondere in China, hat die Zeit nach der Krise bereits begonnen.“ Das berichtete Axel Heitmann vergangene Woche anlässlich des Lanxess-Quartalsberichts. Aber nicht nur die Chemie, auch der Maschinenbau verzeichnet wieder wachsende Auftragszahlen und Exporte. Und daran, welchen Stellenwert das Gütesiegel „Made in Germany“ immer noch hat, lässt Liuzhao Cai keine Zweifel: „Dieses Know-how finden Sie sonst nirgends auf der Welt. Das kann einfach kein anderer so“. Von diesem Qualitätsvorsprung und dem sich abzeichnenden Aufschwung könnte auch Leverkusen profitieren. Die Stadt, die - neben der Chemie - auch einmal von Schwerindustrie geprägt war, ist nach dem Ende von Wuppermann, Schwingel, Ausbesserungswerk und Eumuco auf kleine Reststandorte zusammengeschrumpft, an denen noch produziert wird. Ein paar Unentwegte halten das Flämmchen an der Josefstraße immerhin noch am Glimmen - und wenn es nach ihnen ginge, würden sie sogar wieder ein leuchtendes Feuer entfachen. Rat und Verwaltung sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie eines der letzten Industriegebiete mit großen Hallen, geeigneten Fundamenten für Großmaschinen, Schwerlastkränen und einem eigenen Gleisanschluss für die Erweiterung eines Baumarkts opfern wollen. An denen mangelt es jedenfalls nicht in der Stadt.