Erstellt 19.11.09, 18:32h
Die neue Vorgehensweise sähe dabei so aus: Ein Verein plant eine Veranstaltung. Das Konzept zur Veranstaltung legt er der Stadt zusammen mit einem Antrag auf Förderung vor. Die Stadt reicht den Antrag weiter an eine Fachjury. Und diese Jury empfiehlt der Stadt, ob dem Antrag stattgegeben werden soll oder nicht. In der Jury sitzen sollen zwei Vertreter der freien Szene, ein Vertreter der städtischen Kultur sowie ein Kulturvertreter des Landes oder Bundes.
Veraltete RichtlinieDer Grund für die bereits bei der vergangenen Kulturkonferenz angekündigten Förderungs-Änderung (wir berichteten) ist dieser: Seit Jahren werden 78 Prozent des Geldes aus dem Fördertopf „Zuschüsse an kulturelle Vereine“ als festgeschriebene und stets wiederkehrende Unterstützung an Kulturvereine ausgezahlt. Die restlichen 22 Prozent stehen anderen Vereinen und Initiativen zur Verfügung. Das ist nach Meinung der Kulturverantwortlichen um Marion Grundmann (Betriebsleiterin Kulturbüro) zu wenig, um allen Antragstellern gerecht zu werden. „Es geht darum, inhaltlich Schwerpunkte zu setzen“, sagt Grundmann. Zudem sei die alte Richtlinie aus dem Jahre 1986 nicht mehr zeitgemäß.
Als weitere Maßnahme soll das Fördergeld aus dem Stadt-Etat 2010 erst im Januar 2011 an die Antragsteller ausgezahlt werden. Grundmann: „Dann steht es auch wirklich zur Verfügung.“ Die Vergangenheit habe nämlich gezeigt, dass das Geld oft erst sehr spät im Jahr bewilligt und gezahlt wurde. „Wenn wir ein Jahr aussetzen, dann haben die Vereine Planungssicherheit - auch wenn sie bis dahin Projekte aus eigener Tasche zahlen müssen.“ (frw)
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