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Eumuco

Front gegen Baumarkt

Erstellt 19.11.09, 18:06h

Mehrere Unternehmen haben die Absicht das ehemalige Eumuco-Gelände wiederzubeleben. Nun meldet sich auch die Politik zu Wort und plädiert für die Wiederbelebung, anstelle der Erweiterung eines Baumarkts.

Manfort - Nach der Berichterstattung im „Leverkusener Anzeiger“ über die Absichten mehrerer Maschinenbauunternehmen, das ehemalige Eumuco-Industriegebiet wiederzubeleben, schaltet sich jetzt auch die Politik in die Diskussion ein. Für die SPD fordert ihr Fraktionsvorsitzender Walter Mende „absolute Priorität“ für die Sicherung und Förderung industrieller Arbeitsplätze in Manfort.

Bisher habe die Verwaltung - Baudezernat und Wirtschaftsförderung - immer behauptet, dass der Standort an der Josefstraße durch die Eumuco-Insolvenz „ein für alle Mal erledigt“ sei. Tatsächlich scheine aber das Gegenteil der Fall zu sein. Industrielle Arbeitsplätze, so Mende weiter, hätten für die SPD absoluten Vorrang vor einer Baumarkt-Erweiterung, da ein Arbeitsplatz in der Industrie erfahrungsgemäß zusätzliche Jobs im Dienstleistungsgewerbe (Wartung, Montage etc.) zur Folge hätten.

Mende hält es deshalb für unverantwortlich, das Wiederaufleben einer Industrieproduktion auf dem ehemaligen Eumuco-Gelände zu zerstören und fordert die Verwaltung auf, „ihren bisherigen Irrweg zu verlassen“. Zusammen mit den Grünen hat die SPD deshalb gestern einen gemeinsamen Fraktionsantrag für die Ratssitzung am 14. Dezember gestellt. Demnach soll das Eumuco-Gelände weiter industriell statt für den Einzelhandel genutzt werden.

Mit derselben Zielrichtung hat auch die Bürgerliste einen Fraktionsantrag an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn formuliert. Darin heißt es, dass es geradezu dumm von der Stadt wäre, wenn sie eine Baumarkt-Erweiterung genehmige, obwohl dadurch expansionswillige Maschinenbaufirmen behindert würden. „Baumärkte haben wir mehr als genug, solide Arbeitsplätze schaffende Produktionsfirmen leider viel zu wenig“, argumentiert die Bürgerliste und fordert, zunächst die Investitionsabsichten der Maschinenbauunternehmen zu prüfen und dem Rat dann einen Vorschlag zur Regelung des Problems vorzulegen. (hz)



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