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Medienfassade

Warten auf Ersatzlicht aus Japan

Von Ralf Krieger, 20.11.09, 09:27h

Es dauert noch bis die Leverkusener den Riesenfernseher „W1“ dauerhaft sehen können. Der Grund sind defekte Leuchtdioden, die erst aus Japan geliefert und eingebaut werden müssen.

Medienfassade im Testbetrieb
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Auf der gesamten hellen Bildfläche der Medienfassade sind nach wie vor Bildstörungen zu beobachten. Zeilen fehlen, oder leuchten in falschen Farben. Der Grund laut Bayer: Lieferschwierigkeiten in Japan. Den Tauben auf dem Baum davor scheint's schnuppe zu sein. (Bild: Ralf Krieger)
Medienfassade im Testbetrieb
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Auf der gesamten hellen Bildfläche der Medienfassade sind nach wie vor Bildstörungen zu beobachten. Zeilen fehlen, oder leuchten in falschen Farben. Der Grund laut Bayer: Lieferschwierigkeiten in Japan. Den Tauben auf dem Baum davor scheint's schnuppe zu sein. (Bild: Ralf Krieger)
Wiesdorf - Der größte Bildschirm Leverkusens scheint nicht in Gang zu kommen. Das Projekt Medienfassade - auf bestmögliche Sichtbarkeit angelegt - lässt seiner Natur gemäß die Menschen im weiten Umkreis an allen Fortschritten, aber eben auch an den Bildstörungen teilhaben. Überraschten die Techniker ihre Zuschauer Anfangs noch öfter mit neuen Lichtspielen, die sie zu Testzwecken auf dem Hochhaus ablaufen ließen, wurde es in den vergangenen 14 Tagen zunehmend dunkler an der Kaiser-Wilhelm-Allee. Zudem war offensichtlich, dass sich an den Bildfehlern nicht das Geringste besserte. Über die gesamte helle Fläche von zweimal 40 mal 40 Metern, vom Hersteller „Mediamesh“ genannt, waren einzelne Bildzeilen bei den Tests über Wochen dunkel geblieben. Manche leuchteten rot, wenn sie eigentlich blau strahlen sollten. Teils strahlten Bildelemente an den falschen Stellen. Und nun die Verdunkelung. Ein Grund zur Sorge? Ein Bayer-Sprecher räumte auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ Probleme ein. Die seien aber keinesfalls projektgefährdend, sagte er. Wie man sehen könne, seien manche dieser Zeilen defekt.

Die mit Leuchtdioden bestückten Metallstäbe müssten ausgetauscht werden. Und da gebe es momentan einen Engpass beim Lieferanten. Die Leuchtdioden kämen aus Japan und hätten längere Lieferzeiten.

Bevor sie ins Hochhaus eingesetzt werden, lässt man sie zunächst beim Kölner Unternehmen Ag 4 probeweise tagelang „vorglühen“. Am Hochhaus müsse für die Montage nicht erneut ein Kran aufgestellt werden. „Man kommt da von innen dran“, sagte der Sprecher. Der Zeitpunkt für die Endabnahme und den Start des „Fernsehers“ für die ganze Stadt ist also weiterhin unbestimmt. Für den Betrieb lägen bereits die behördlichen Genehmigungen vor.



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