Von Thomas Esch, 20.11.09, 13:30h
Die Stadt begründet das mit der ständigen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Münster, nach der eine Beitragspflicht entsteht, wenn die „übliche Nutzungszeit“ von 30 Jahren abgelaufen ist. Je länger diese Frist überschritten ist, „umso weniger konkret muss der Nachweis der Erneuerungsbedürftigkeit sein“, schreibt die Verwaltung in einer entsprechenden Vorlage, die im Bau- und Planungsausschuss vorberaten und in den drei Bezirksvertretungen beschlossen werden soll. Hier eine Übersicht über die vorgesehenen Maßnahmen in 2010.
Baltrumstraße in Manfort: Einer der drei Stahlmasten ist nicht mehr standsicher. Alle drei sollen nun gegen neue ausgetauscht werden, was mit knapp 5500 Euro zu Buche schlägt. Anlieger müssen 30 Prozent der Kosten tragen.
Friedrich-Naumann-Straße in Küppersteg: Von den 14 Masten ist einer bereits ausgetauscht worden, „wegen zahlreicher Beschwerden“, wie die Stadt mitteilt. Drei weitere sind nicht mehr standsicher. Das Auswechseln, auch der Leuchten, inklusive der Verlegung eines neuen Kabels kostet rund 31 000 Euro, wovon 30 Prozent die Anlieger bezahlen müssen.
Paul-Löbe-Straße in Küppersteg: Auch hier wurde einer der neun Masten bereits ausgetauscht, nun sollen die anderen folgen. Kostenpunkt: knapp 13 000 Euro, von denen wieder 30 Prozent auf die Anlieger umgelegt werden.
Alle drei Anlagen stammen übrigens aus dem Jahr 1965.
Regensburger Straße in Schlebusch: Die Anlage aus dem Jahr 1961 besteht aus acht Masten, von denen einer nach einem Unfall bereits ausgewechselt wurde. Drei sind nur noch bedingt standsicher. Die Kosten für sieben neue belaufen sich auf gut 12 500 Euro, wobei Anlieger sogar 50 Prozent tragen müssen.
Humperdinckstraße in Schlebusch (zwischen Jäger- und Saarstraße): Zwei der insgesamt neun Masten aus dem Jahr 1961 sind bereits ausgetauscht, die restlichen sollen nun folge. Außerdem muss einer muss zusätzlich aufgestellt werden, weil der Abstand vom letzten Mast bis zur Saarstraße mehr als 50 Meter beträgt. Anlieger zahlen 30 Prozent der insgesamt gut 13 000 Euro.
Albertus-Magnus-Straße in Schlebusch: 1967 waren hier 17 Masten aufgestellt worden, einer wurde ersatzlos entfernt, neun nur noch bedingt standsicher. Der Austausch hier kostet gut 29 000 Euro, Anteil der Anlieger: wiederum 30 Prozent.
Richard-Wagner-Straße in Schlebusch: Die mit Baujahr 1960 älteste Anlage besteht aus acht Masten, vier sind nicht mehr sicher. Da die Abstände zu groß sind, müssen zusätzlich zwei neue aufgestellt werden. Alles in allem kostet das gut 21 000 Euro, Anliegeranteil: 30 Prozent.
Jakob-Kaiser-Straße in Schlebusch: Von den zwölf im Jahr 1968 aufgestellten Masten sind vier nicht mehr sicher. Auf zwei kann verzichtet werden, weil sie beidseitig stehen, der Austausch der restlichen kostet knapp 17 000 Euro. Der Anliegeranteil beträgt hier 30 Prozent.
Wer braucht schon Straßenbeleuchtung?
23.11.2009 | 14.01 Uhr | Perikles0815
Ich nicht! Hab ne Taschenlampe. Trotzdem halt ich das für ne Verarsche. Da erwähnen die extra, dass die Energiekosten geringer werden und dann so ein…
Eine Frechheit
23.11.2009 | 08.33 Uhr | Irgendwer
erst der Kanal, jetzt die Beleuchtung, morgen sind es die Straßen.
Was hat diese Marode Stadt noch zu bieten ?!?!?!?!?!
Erneuersbedarf????
20.11.2009 | 15.10 Uhr | Hardy3011
Diese Geschichte kann man nur zum kotzen finden.Langsam sollten Leverkusener Bürger wirklich mal auf die Barrikaden gehen.Es kann doch nicht wahr…
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