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Bayer AG

Die Krise scheint überstanden

Von Thomas Käding, 27.10.09, 12:37h, aktualisiert 28.10.09, 09:23h

Bayer stellt am Dienstag seine Zahlen für das dritte Quartal 2009 vor. Die Wirtschaftskrise scheint überstanden zu sein. Die Pflanzenschutzsparte Crop Science entwickelte sich zum Sorgenkind.

Bayer-Kreuz
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(Archivbild: Ralf Krieger)
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(Archivbild: Ralf Krieger)
Leverkusen - Der Konzern ist wetterfühlig geworden. Das gilt zumindest für die in Monheim beheimatete Pflanzenschutzsparte: Bayer Crop Science entwickelte sich im dritten Quartal zum Sorgenkind, berichtete Vorstandschef Werner Wenning am Dienstag. Einer der Gründe: schlechtes Wetter. Aber auch der Preisverfall in der Landwirtschaft und hohe Lagerbestände hätten der Agrochemie das Geschäft verhagelt. Während der Umsatz um fast neun Prozent zurückging, brach das Ergebnis um knapp 48 Prozent ein. Demgegenüber marschierte Pharma unbeirrt von konjunkturellen oder sonstigen Widrigkeiten auf die versprochene Marge von 28 Prozent zu. Der Umsatz legte um vier Prozent auf gut 2,5 Milliarden Euro zu. Einen großen Anteil daran hatte das Krebsmedikament Nexavar, dessen Umsatz um fast 30 Prozent stieg. In der gleichen Liga spielte das Schmerzmittel Aleve, von dem Bayer gut 23 Prozent mehr verkaufte. Das Ergebnis der Sparte lag mit über 1,1 Milliarden Euro um zwölf Prozent höher als 2008. Anschub aus Asien Auch die zuletzt krisengebeutelte und in Deutschland gerade erst von Kurzarbeit befreite Kunststoffsparte Bayer Material Science lieferte wieder Stoff für die Schlagzeile über dem Quartalsbericht. Die hieß: "Bayer schafft Trendwende". Das Spartenergebnis näherte sich mit 238 Millionen wieder dem - allerdings schon nicht mehr tollen - Wert des dritten Quartals 2008. Bei der Umsatzbetrachtung musste Wenning aber schon ins Detail gehen, um der "Trendwende"-Ansage Nahrung zu geben: In Asien "konnten wir unsere Absatzmengen bereits wieder steigern". Insgesamt war das Geschäftsvolumen aber um 20 Prozent kleiner als im Vorjahr, der Umsatz lag knapp über zwei Milliarden Euro. Aus der Kunststoff-Krise wird Bayer auch endgültige Konsequenzen ziehen. "Bis zum Jahresende" werden eine Polyurethan-Produktion in Japan, außerdem kleinere Anlagen für Lackrohstoffe, Spezial- und Basischemie in den USA "dauerhaft stillgelegt", kündigte Wenning an. Der Personalabbau werde noch einmal beschleunigt; auch hier soll das Programm bis Jahresultimo abgearbeitet sein. Am 31. Dezember ist auch Deadline für einen neuen Vertrag zur Sicherung der deutschen Standorte. Der Konzernchef ist optimistisch, dass die laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat um Thomas de Win erfolgreich abgeschlossen werden. Wirtschaft, Seite 11


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