Von Ulla Jonen, 18.12.09, 19:38h
Es ist nicht verwunderlich, dass ausgerechnet die Wohlfahrtsverbände die Menschen in Leverkusen aufrütteln wollen. Denn sie sind es vor allem, die sich um Kinder, Jugendliche und Senioren kümmern. Sie sind eben auch in den Problemteilen der Stadt da und arbeiten, dort, wo es kein Landes- und Bundesparlament hinzieht, wo die finanzielle Not und ihre Folgen immer krasser zum Vorschein kommen. Wenn genau dort die freiwilligen Leistungen gekürzt werden, dann habe das fatale Folgen, sagten die fünf Verbands-Chefs. Kurzfristig würden dadurch städtische Ausgaben verringert, langfristig würden solche Kürzungen aber zu enormen Problemen führen. Und sie hatten auch gleich ein Beispiel parat: Von konzeptionell sinnvoller Jugendarbeit vor Ort werden gewiss nicht alle Problem-Jugendlichen erfasst, aber viele. Werde diese Arbeit eingestellt, dann drohe einigen ein Heimaufenthalt. Und der, so hieß es, koste pro Jahr rund 50 000 Euro. Aber genau diese Sparfolgen wollten Finanzfachleute weder sehen noch könnten sie sie abschätzen.
Nun hoffen die Spitzenverbände auf Unterstützung. „Je mehr Unterschriften, desto besser“, hieß es gestern.
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