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Tief „Daisy“

Wenigstens die Kinder haben Spaß

Von Ralf Krieger und Alexander Franz, 10.01.10, 17:16h, aktualisiert 10.01.10, 17:18h

Das angekündigte Schneechaos blieb am Wochenende aus. Polizei und Feuerwehr hatten kaum mehr Einsätze als sonst. Leverkusen blieb vom Tief „Daisy“ weitesgehend verschont. Aber Schnee genug zum Schlittenfahren.

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Chaos ja, aber nur auf der Rodelbahn in Steinbüchel am See, auf die sich auch einige Kanuten vom Kanu-Club mit ihhren Booten wagten. (Bild: Ralf Krieger)
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Chaos ja, aber nur auf der Rodelbahn in Steinbüchel am See, auf die sich auch einige Kanuten vom Kanu-Club mit ihhren Booten wagten. (Bild: Ralf Krieger)
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Postbote Thomas Glebke hatte in seinem bergigen Bezirk in Steinbüchel, hier auf der Straße „Am Winterberg“, kein Problem mit dem Schnee. (Bild: Ralf Krieger)
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Leverkusen - Freitagmorgen: Radio- und Fernsehsender überbieten sich im Minutentakt mit neuen Hiobsbotschaften. Ein Blizzard ist angekündigt - ein starker Schneesturm, der normalerweise nur in Nordamerika auftritt. Zum Glück steht das Wochenende bevor. Es würde wohl unzählige Unfälle im Berufsverkehr geben. Busse und Bahnen würden auch nicht fahren. Der Weg zur Arbeit, er wäre nicht zu meistern.

Freitagnachmittag: An den Kassen der Supermärkte bilden sich Schlangen. Manchem steht die Angst, er könne vor lauter Schnee am Wochenende das Haus nicht mehr verlassen ins Gesicht geschrieben. Überfüllte Einkaufswagen werden aus den Geschäften geschoben und die Ware im Auto verstaut.

Freitagabend: Noch ist nichts zu spüren vom Chaos. Die eisige Kälte ist alles, was uns die Prognosen der Meteorologen ernst nehmen lässt. Die Ruhe vor dem (Schnee-) Sturm?

Samstagmorgen: Wer noch leicht verschlafen zum Bäcker wandelt, merkt, dass es wohl etwas rutschig auf den Straßen und Wegen Leverkusens ist, doch das angekündigte Chaos ist noch nicht ausgebrochen. Aber das Wochenende ist ja noch lang.

Samstagmittag: Es schneit, und mittlerweile liegt so viel Schnee in Opladen, dass die Fahrbahnmarkierungen nur noch durchschimmern. Der Himmel ist weiß, ein richtiger Schneehimmel. Sicht: gut, etwa einen Kilometer. Weil sich hier das Chaos-Gefühl noch nicht recht einstellen will, geht die Fahrt aufs Land nach Leichlingen. Doch da sind die Straßenverhältnisse noch ordentlicher als in Leverkusen. Es kreuzen nacheinander ein Traktor mit Schneeschieber, zwei orange Wagen von den Stadtwerken, ein Sitzrasenmäher mit Schneeschieber. Offenbar wurde alles aktiviert, was Schnee schaben oder schieben kann. Also noch höher und weiter ins Land. Über die Kirchstraße geht es steil hinauf. Die Winterreifen packen gut. Die Stadt Leichlingen hat ihre Problemzonen, wie etwa die steile Kurve am Hang unterhalb von Bergerhof: Doch hier wurde so viel Salz gestreut, dass Autofahren fast langweilig ist. Auf der Landesstraße 359 liegt richtig Schnee, man sieht die Straße fast nicht, man ahnt, wofür Leitpfosten gut sind.

Zurück in Leverkusen. Ob wohl in Mathildenhof das erwartete Chaos zu finden ist? Fehlanzeige. Drei Schneeräumer haben die Lage im Griff. Aber oberhalb vom Oulusee: Kreuz und quer fahren Kinder, Eltern und Opas mit Schlitten den Hügel hinunter. Ein Hund bellt. Sie fallen übereinander, überschlagen sich und veranstalten ausgiebige Schneeballschlachten.

Sonntagabend: Das Wochenende ist fast rum. Polizei und Feuerwehr nahmen nur unwesentlich mehr Anrufe für das Gebiet Leverkusen entgegen als sonst. Und der Schnee, der hat neben wenigen Blechschäden hauptsächlich für spielende Kinder und Schneemänner gesorgt.



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