Von Frank Weiffen, 22.02.10, 17:41h
Gottschalk nämlich trug die Roman-Idee nach eigener Aussage schon seit zehn Jahren mit sich herum. „Damals schrieb ich den Anfang des Buches - und zwar genau so, wie er jetzt gedruckt wurde.“ Ihr Antrieb dazu sei der Wunsch gewesen, „einmal ein Buch ohne Fußnoten zu schreiben.“ Anders gesagt: „Ich wollte ein Buch schreiben, bei dem nicht alles hundertprozentig korrekt sein muss, bei dem nicht zig Quellen und Angaben überprüft werden müssen - was ja im Falle einer Biografie geradezu zwingend notwendig ist.“
„Die Symmetrie der Liebe“ ist also ein kleiner Neuanfang für Gottschalk, die als Spezialistin für Biografien lange suchen und warten musste, bis ein Verlag dazu bereit war, ihre Roman-Geschichte zu verlegen. „In dieser Hinsicht hatte ich ja noch überhaupt keinen Namen in der Branche“, sagt sie. Indes: Das dürft sich mit der Geschichte der Journalistin March, die auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens ist und dabei (vielleicht) in der Person des Freundes Lorenz fündig wird, erledigt haben. Die Präsentation dieser Liebes-Suche mit Briefauszügen, Erzählsträngen und wechselnden Erzählperspektiven ist jedenfalls originell. Sie verleiht dem Roman eine ganz besondere Atmosphäre der Figuren-Interaktion und -Konstellation. „Die Symmetrie der Liebe“ bietet eine charakterliche Vielfalt, die mitreißt und ihre Anhänger unter den Leserinnen und Lesern finden wird.
Maren Gottschalk stellt ihren Debüt-Roman heute um 19.30 Uhr im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich (Eintritt: 18 Euro) sowie am morgigen Mittwoch um 20.30 Uhr im Wiesdorfer „topos“ (Hauptstraße 134, Eintritt sieben Euro) vor. „Die Symmetrie der Liebe“ (ISBN 978-3-7844-3215-1) ist im Verlag Langen-Müller erschienen und kostet im Handel 17,95 Euro.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige