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Fussballturnier

Anfeuerungsrufe und Torschreie

Von Günter Müller, 08.03.10, 17:24h

Die „GSV-Biester“ aus Langenfeld besiegten beim Fußballturnier nur für Mädchen das Team der „Fanprojektgirlz“ von Bayer 04. Weitaus mehr Teams als zuvor geplant nahmen an dem Wettbewerb teil.

Mädchen-Fußballturnier
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15 Mädchenteams spielten in der Lützenkirchener Sporthalle um Preise und Pokale. (Bild: Ralf Krieger)
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15 Mädchenteams spielten in der Lützenkirchener Sporthalle um Preise und Pokale. (Bild: Ralf Krieger)
Lützenkirchen - Selbst gebastelte Schilder, Megaphon-Ansagen, lautstarke Anfeuerungsrufe und Torschreie. Beim Fußballturnier nur für Mädchen in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Lützenkirchen hatte hervorragende Stimmung geherrscht. Im Finale besiegten die „GSV-Biester“ aus Langenfeld das Team der „Fanprojektgirlz“ von Bayer 04 (6:4). Mit diesem Ergebnis behielten auch die „Wilden Kicker“ aus Burscheid im Spiel um Platz drei gegen die AG 1 der Theodor-Heuss-Realschule die Oberhand. „Das war eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung. Vor allem die Resonanz hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen“, zog Simone Seidenberg, Jugendreferentin der Katholischen Fachstelle für Jugendpastoral und Jugendhilfe, eine positive Bilanz.

15 Teams dabei

Bei den Vorbereitungen für das Turnier, das zum Aktionsprogramm im Hinblick auf die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland zählt und vom Deutschen Fußball-Bund unterstützt wird, waren die Organisatoren zunächst von einer kleineren Veranstaltung ausgegangen. „Wir hatten so an sechs Teams gedacht“, berichtete Seidenberg. Plötzlich aber hätten Anmeldungen von 15 Mannschaften mit 118 Spielerinnen vorgelegen.

Die wurden am Sonntag von einer großen Schar begeisterter Zuschauer angefeuert. Neben dem sportlichen Aspekt hatten die Organisatoren des Evangelischen Kirchenkreises, der Katholischen Jugendwerke und des Mädchentreffs Mabuka auch einen pädagogischen Ansatz verfolgt. So gab es keine Schiedsrichter, sondern Spielbeobachter. Die griffen aber nur dann ein, wenn es bei den Begegnungen zu Unstimmigkeiten kam. Und das war selten der Fall. „Ansonsten haben die Spielerinnen alles unter sich geregelt“, erklärte Seidenberg. Schließlich hätten die Mädchen, wenn sie beispielsweise auf dem Bolzplatz kicken, ja auch keinen Schiri zur Verfügung. Außerdem wurden untereinander Fairplay-Punkte vergeben, maximal drei an der Zahl.

Trikots und Bälle

„Auch das hat gut geklappt. Die Mädchen haben das sehr ernst genommen und sich nicht einfach die höchste Punktzahl zugesprochen“, betonte Seidenberg. Allein der große Altersunterschied habe für Diskussionen gesorgt. Die jüngste Spielerin sei zehn, die älteste bereits 24 Jahre gewesen. Doch bei der Siegerehrung habe sie wieder zufriedene Gesichter gesehen. Jede Teilnehmerin hatte eine Urkunde und eine Medaille erhalten, die drei erstplatzierten Teams freuten sich über einen Kletterkursus, Freikarten fürs Freizeitbad Calevornia sowie T-Shirts.

Außerdem gab es bei einer Tombola Trikots, Bälle und Freikarten für ein Heimspiel des Bundesligisten Bayer 04 zu gewinnen. „Das war ein tolles und hervorragend organisiertes Turnier“, meinten die Spielerinnen der GSV-Biester. Diese Meinung teilten auch die Wilden Kicker aus Burscheid, die zudem ihre Hoffnung auf eine Wiederholung der Veranstaltung in Lützenkirchen im kommenden Jahr zum Ausdruck brachten. Die Chancen dafür scheinen gut zu stehen, wie Simone Seidenberg vom Organisationsteam bestätigte.



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