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Leichtathletik

Schaulaufen für EM in Barcelona

Erstellt 15.07.10, 15:55h

Bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig gehen die Leverkusener Leichtathleten für Bayer 04 auf Medaillenjagd. Darüberhinaus geht es für einige Sportler noch um die Qualifikation für die EM in Barcelona.

Silke Spiegelburg
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Bayers Silke Spiegelburg (Bild: Herhaus)
Silke Spiegelburg
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Bayers Silke Spiegelburg (Bild: Herhaus)
Leverkusen - Bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig läuft Bayers Robin Schembera über 800 Meter nicht nur um den Titel, sondern ebenfalls um die Norm für die Europameisterschaften in Barcelona (26. Juli bis 1. August). Auch andere Bayer-04-Athleten wollen bei den nationalen Titelkämpfen noch auf den EM-Zug aufspringen. Markus Esser, Katharina Molitor, Linda Stahl und Silke Spiegelburg haben das Ticket schon gelöst, für sie geht es in Niedersachsen um die Vormachtstellung in Deutschland.

Auch Silke Spiegelburg kann ihren Titel im Stabhochsprung verteidigen. Doch zuletzt bekam die WM-Vierte starke Konkurrenz aus Mainz. Carolin Hingst schwang sich am vergangenen Wochenende in Biberach über 4,72 Meter an die Spitze der aktuellen deutschen Bestenliste. Trainer Leszek Klima sieht dennoch einen klaren Vorteil aufseiten seiner Athletin: „Silke ist eine Meisterschaftsspringerin“, sagt der 53-Jährige - den Titel dabei fest im Blick.

Für Trainingskollege Hendrik Gruber wird es trotz übersprungener EM-Norm von 5,70 Metern nicht leicht werden, auf dem Podium zu landen. Neben dem Leverkusener sind dieses Jahr noch fünf weitere Athleten 5,70 Meter oder höher gesprungen. Darunter ist auch Tobias Scherbarth, der wegen einem neuerlichen Ermüdungsbruch jedoch für die DM und EM ausfallen wird.

Im Hammerwurflager der Männer ist nach den Verwirrungen um den Deutsch-Russen Sergej Litvinov (LG Eintracht Frankfurt), der international nicht mehr für Deutschland starten darf, der Kampf um Gold völlig offen. Der Leverkusener Markus Esser ist mit 78,87 Metern nur elf Zentimeter hinter Litvinov und Essers Trainer Helge Zöllkau traut seinem Schützling den Titel zu: „Das Ziel ist der erste Platz und Saisonbestleistung für Markus.“ Für Essers Vereinskollegen Benjamin Boruschewski, der bei Gerhold Wohlfarth trainiert, ist eine Medaille in Reichweite. Derzeit ist der 30-Jährige mit 73,68 Metern die Nummer vier in Deutschland.

Eine neue Deutsche Meisterin wird es im Speerwurf der Frauen geben. Nach ihrem WM-Sieg beendete Steffi Nerius im vergangenen Jahr ihre Karriere. Mit Linda Stahl und Katharina Molitor sind gleich zwei Leverkusener Werferinnen auf ihren Spuren. Auf der heimischen Anlage verbesserte Molitor Ende Juni ihren Hausrekord um mehr als anderthalb Meter auf 64,53 Meter. Mit dieser Leistung ist sie derzeit auf Position fünf in Europa und nur einen Platz hinter Christina Obergföll. Die Offenburgerin ist mit 66,74 Metern die derzeit stärkste Speerwerferin in Deutschland, und es wird ein hartes Stück Arbeit für Molitor und Stahl, die deutsche Nummer eins in Bedrängnis zu bringen. Eine Medaille ist jedoch für beide Leverkusenerinnen eingeplant.

Bayer-Staffel ist Favorit

Zu den großen Goldkandidaten zählt die 4x400-Meter-Staffel des TSV. Mit Wiebke Ullmann, derzeit die fünftschnellste Viertelmeilerin in Deutschland, Sorina Nwachukwu, WM-Fünfte über 4x400-Meter, Laura Hansen und Anett Horna ist das Bayer-Quartett stark favorisiert, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Hansen ist zudem bundesweit die zweitstärkste Kraft über 400 Meter Hürden und kann ebenso eine Medaille gewinnen, wie Annett Horna über 800 Meter und Christina Kröckert über 5000 Meter.

Auf der Sprintdistanz geht es für Anne-Kathrin Elbe um die Normzeit (13,00 sec.) für Barcelona. Mit bisher 13,08 Sekunden ist die DM-Dritte aus 2009 nicht nur für einen Podestplatz gut, sondern auch reif für eine internationale Meisterschaft.

Bei den parallel ausgetragenen Deutschen Jugend-Staffelmeisterschaften hat die weibliche 3x800-Meter-Staffel aus Leverkusen sehr gute Chancen, eine Medaille zu gewinnen. Lena Klaassen, Julia Dobmeier und Christina Müller bieten mit 6:47,52 Minuten zwar die schnellste Meldeleistung an, Trainer Adi Zaar schränkt aber zu hohe Erwartungen ein: „Viele Vereine sind noch nicht in Bestbesetzung gelaufen und dadurch gibt es am Ende deutlich schnellere Zeiten.“ (ksta)



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