Von Alexander Franz, 16.07.10, 17:22h, aktualisiert 16.07.10, 18:08h
Jetzt lud die „Gesellschaft Erholung“ gemeinsam mit dem Sportpark Leverkusen zu einer „Medienfahrt“ ein. Auf einem 150 Meter langen Geh- und Fahrradweg, der parallel zum Edelrather Weg verläuft, durften Journalisten vorab testen, wie es sich anfühlt, wenn man sich in die kompakten Seifenkisten zwängt, den unerlässlichen Helm aufsetzt und dann noch einmal tief durchatmet, bevor freundliche Helfer einem noch einen ordentlichen Schubser mitgeben.
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Angstschweiß
Also Helm auf und hinein in das blau-weiße Gefährt, das im vergangenen Jahr immerhin für den Gesamtsieg gut gewesen ist. Reichlich Fahrtwind, der gut gegen den aufkommenden Angstschweiß sein sollte, demzufolge garantiert. Stopp, noch kann es mit dem Spaß auf vier Rädern und einem unbequemen Fahrersitz nicht los gehen. Auch auf 150 Metern müssen die per Funkgerät verbundenden Streckenposten erst für eine freie Strecke sorgen. Aber dann, Bahn frei und ab. Bereits nach wenigen Metern erreicht man laut Tim Feister eine Geschwindigkeit von knapp 30 Stundenkilometern. „Professionelle Rennkisten können bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden“, ergänzt der Seifenkisten-Experte noch. Doch diese Information höre ich nur noch mit einem Ohr. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt während der Fahrt nicht. Ein Blick nach rechts, einer nach links und dann die Augen schnell wieder in Richtung des Ziels. Schon nach rund 100 Metern empfiehlt es sich, langsam aber sicher die Bremse zu betätigen, denn die gut auf dem Asphalt liegende Kiste würde sonst bis zur stark befahrenen Odenthaler Straße durchrasen. Nach nicht einmal 20 Sekunden ist das ganze Spektakel auch schon wieder überstanden.
Bevor die Fahrer beim mittlerweile sechsten Smidt-Seifenkistencup um Bestzeiten kämpfen, muss jedes Gefährt vom Tüv abgenommen werden. Prüfer Manfred Wecking achtet dabei besonders auf die Bremsen und auf scharfe Kanten in und an der Kiste: „Dadurch stiege nämlich die Verletzungsgefahr.“ Die Baustelle, die zur Zeit für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf dem Edelrather Weg sorgt, wird bis zum Rennen fertig gestellt sein. Noch bis zum 31. August haben interessierte Hobby-Fahrer Zeit, sich für das Rennen anzumelden. Gestartet wird in drei Klassen: Junioren (8-12 Jahre), Senioren (13-17 Jahre) und Freestyle (ab 18 Jahre). Weitere Informationen und Anmeldeformulare gibt es im Internet.
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