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Bayer

Drei Jahre Orientierungszeit

Von Thomas Käding, 09.01.12, 17:57h

260 Beschäftigten von Bayer Business Services wurde eine „Orientierungszeit“ gewährt, um sich mit den Verhältnissen beim IT-Dienstleister Atos zu arrangieren oder sich nach beruflichen Alternativen umzuschauen.

Neues Bayer Kreuz (Computermontage)
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Im April beginnt die Auslagerung bei BBS. (Symbolbild: dpa)
Neues Bayer Kreuz (Computermontage)
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Im April beginnt die Auslagerung bei BBS. (Symbolbild: dpa)
Leverkusen - Drei Jahre ist die „Orientierungszeit“ – so lang wie eine Ausbildung. So viel Zeit haben 260 Beschäftigte von Bayer Business Services (BBS), um irgendeine Vorruhestandsregelung auszuhandeln, sich etwas anderes zu suchen oder mit den neuen Bedingungen zu arrangieren. Die neuen Bedingungen, das sind die Verhältnisse beim IT-Dienstleister Atos, an den Bayer Teile seiner Tochterfirma Business Services verkauft hat. Unter dem neuen Dach soll die Betreuung der Anwender unterm Strich billiger werden: telefonische Hilfestellung bei Problemen, neue Programmversionen, Schutz vor Viren, Computer konfigurieren, aufstellen und anschließen. Deshalb der Verkauf; deshalb aber auch das umfangreiche Absicherungspaket jedenfalls für die bei BBS fest Angestellten. Für rund 200 freie IT-Betreuer heißt es wohl, sich bei anderen Kunden anzudienen. Für die freien Berater habe man in den Verkaufsgesprächen mit Atos „kein Mandat gehabt“, gibt BBS-Sprecher Jan Schüttler zu bedenken.

Am 1. April wird endgültig umgeschaltet, ab dann läuft auch die Umstellungsphase für die Beschäftigten. Zunächst soll sich nichts ändern: Gehalt, Arbeitszeit, Altersversorgung – alles bleibt wie gehabt auf Bayer-Niveau. Dass es unterm Strich trotzdem billiger wird, soll zum einen durch Größeneffekte erzielt werden, zum anderen aber gehe der Käufer Atos von weniger Beschäftigten aus. Für alle die bleiben, kann es schon von Nachteil sein, künftig für mehr Kunden da zu sein, was zum Beispiel längere Anfahrtswege bedeutet.

An der Qualität der Dienstleistung soll sich schließlich nichts ändern: Die Verträge mit den anderen Bayer-Teilkonzernen und weiteren Kunden blieben unangetastet, BBS sei ja auch weiterhin Vertragspartner, erklärt Schüttler. Nur werde die Anwenderbetreuung ab April eben nicht mehr von einer BBS-Abteilung erledigt, sondern von den gleichen Leuten in einer Fremdfirma.



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