Von Frank Graf, 22.01.12, 21:03h
Doch dann sollte das Pendel endgültig zu Gunsten der Elfen ausschlagen. Celles Kathrin Schulz traf erst den rechten und mit dem Abpraller den linken Pfosten, der Ball landete bei den Leverkusenerinnen, die im Gegenzug durch Denisa Glankovicova zum 26:23 trafen, was gleichbedeutend mit der Vorentscheidung war. In der Schlussminute krönte dann Nadine Krause ihre starke Leistung mit ihrem achten Tor zum Endstand.
Beide Teams fanden in der Offensive gut in die Partie. Während sich Celle vor allem über seine Rückraumspielerinnen Tore erarbeitete, waren die Elfen gleich von mehreren Positionen aus gefährlich. Die Partie hatte schnell Fahrt aufgenommen, und nach dem 4:5 (9.) entschied sich Leverkusens Übungsleiterin Renate Wolf, die unter der Woche erkrankte Valentyna Salamakha ins Tor zu beordern. Ein Trumpf, der stechen sollte. Die Keeperin avancierte zum großen Rückhalt und trieb die SVG-Offensive zur Verzweiflung.
Salamakhas Paraden und eine aggressivere Deckung ermöglichten es den Elfen, nach dem 4:6 (11.) die Partie zu drehen und auf 9:6 (19.) davonzuziehen. Celle fing sich zwar, doch die Elfen hatten das Spiel unter Kontrolle und erhöhten in einer Überzahlsituation auf fünf Tore, ehe die Gäste vor der Pause auf 13:10 verkürzten. Der Tabellenletzte startete im zweiten Durchgang mit einer defensiveren 6:0-Formation. Doch die Elfen hatten die passende Antwort parat. „Wenn man gegen uns offensiver deckt, um Laura Steinbach aus dem Spiel zu nehmen, dann haben wir eben unsere beweglicheren Rückraumspielerinnen, die die Räume nutzen können“, erklärte Wolf. Steinbach trotzte allen Verteidigungsversuchen und hielt den Gegner mit ihren platzierten Distanzwürfen auf Abstand. Celle gab sich jedoch nicht geschlagen. Allerdings musste Gäste-Coach Martin Kahle einräumen, dass „uns am Ende immer das eine Tor fehlte, um richtig in Schlagdistanz zu kommen“.
Renate Wolf haderte indes ein wenig mit der taktischen Disziplin ihrer Schützlinge, die „immer mal wieder etwas nicht Besprochenes ausprobieren“ wollten. So blieb es bis in die Schlussminuten eine enge Partie. Bereits am Mittwoch steht für Bayer die nächste Begegnung an, wenn es zur DJK MJC Trier geht (19.30 Uhr).
Bayer 04: Hagel, van Dorst, Salamakha - Zapf (6/2), Egger (4), Hambitzer, E. Garcia, Kinlend, Bovenberg, Glankovicova (4), Krause (8/2), Naidzinavicius, Steinbach (5), Jochin.
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