
Von Stefan Andres, 16.02.09, 08:27h, aktualisiert 16.02.09, 12:40h
Zur Gründung der Stiftung hatte er eine Präambel verfasst, die Jutta Reda, Moderatorin der Veranstaltung, vortrug. Seiner Hoffnung, andere Behinderte mit Hilfe der Stiftung fit machen zu können für ein integriertes Leben, verleiht er darin Ausdruck: „Können und nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen sein ist das Wichtigste!“ Mutter und Vorstandsvorsitzende Dagmar Schwanke-Körmann hofft, mit der Stiftung anderen Betroffenen Mut zu machen, den Weg in die Integration zu gehen.
Bürgermeister Ernst Müller drückte in seinem Grußwort die Hoffnung aus, dass es der Stiftung gelinge, „Barrieren und Hürden bei den Menschen zu beseitigen“. „Unvorstellbar“, berichtete Martha Uiterwyk von der Grundschule Flamerscheid, sei ihr der Versuch vor 20 Jahren vorgekommen, die „erste Stunde der Integration in Leichlingen“. Dass es doch geklappt habe, freue sie umso mehr: „Es ging darum, dass die Kinder nicht ausgeschlossen sind.“ Die Stifter, Isolde und Karl Heinz Mebus, sind die Großeltern von Erik, der Vorstand ist ausschließlich mit Familienmitgliedern besetzt. Die Finanzierung läuft über ein Mehrfamilienhaus in Leichlingen, aus dessen Mieteinnahmen der Stiftung jährlich rund 20.000 Euro zufließen. Erik Körmann ist selbst zunächst als Praktikant Mitarbeiter der Stiftung. Mit dem Praktikum kann er sein Fachabitur am Landrat-Lucas-Gymnasium abschließen und, so sein Ziel, an die Universität. Das Leverkusener Gymnasium wird auch erster Kooperationspartner für die Stiftung sein: die Schulleitung hat ihr Einverständnis erklärt.
Sozialpädagogin Monika Neusitzer, Leiterin von Körmanns Pädagogenteam, hofft, über die persönlichen Erfahrungen von Erik die Arbeit der Stiftung mit Inhalten füllen und „vielleicht eine Art Leuchtturmprojekt sein zu können“. Erik Körmann ist sicher: „Viel kann bewegt werden. Noch einiges ist zu tun!“